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Finale des Europäischen ErfinderpreisesVon Walen inspirierte Windturbinen-Technologie

Von Walflossen inspiriert: Konstruktion neuartiger Windturbinenblätter. (Bild: © Stephen Dewar (Canada), Philip Watts (USA/Canada) and Frank Fish (USA) / epo18)

Unter den Finalisten des Europäischen Erfinderpreises 2018 befinden sich zwei aus dem Bereich der Windkraft: Ein Team ließ sich von Walflossen zur Konstruktion von Turbinenblättern inspirieren, ein Windpionier wird für seine Innovationen nominiert.

12.05.2018 – Das Europäische Patentamt (EPA) hat die 15 Finalisten des Europäischen Erfinderpreises 2018 bekannt gegeben, im Bereich Erneuerbarer Energien-Technologie gibt es zwei Nominierungen: Da ist einmal das Team mit dem US-amerikanischen Biologen Frank Fish, dem US-kanadischen Luftfahrtingenieur Philip Watts und dem kanadischen Filmemacher, Erfinder und Unternehmer Stephen W. Dewar für die Entwicklung biomimetischer Rotorblätter für Windturbinen, Windkraftanlagen und Ventilatoren nominiert : Inspiriert von den Unebenheiten – sogenannten Tuberkeln – an der Vorderseite der Brustflossen (Flippern) von Buckelwalen entwickelte das Team ein neues Konzept für Rotorblätter in Windturbinen und Ventilatoren. Es arbeitet effizienter und leiser als herkömmliche Modelle. Ausgestattet mit Unebenheiten, die den Tuberkeln nachempfunden sind, stellen die Rotorblätter die Gesetzmäßigkeiten der langsamen Aerodynamik infrage. Sie erhöhen die Luftzirkulation bei Industrieventilatoren um 25 Prozent und steigern die Windenergieproduktion um ein Fünftel.

„Die Erfindung von Dewar, Watts und Fish hat das Potenzial, sowohl eine Wirkung auf den weltweiten Energieverbrauch als auch die -produktion zu entfalten, zumal wir uns zunehmend auf grüne Technologien stützen“, erläuterte EPA-Präsident Benoît Battistelli die Bedeutung.

 

 

Der dänische Windpionier Henrik Stiesdal hat schon etliche Innovationen vorzuweisen: Bereits als Teenager galt er als Pionier der Windkraft-Industrie und war somit ein wichtiger Teil der Windenergie-Revolution. Damals entwarf er ein Windrad für den Hof seiner Eltern. Später entwickelte er das „Dänische Konzept“, das über Jahrzehnte hinweg als Konstruktionsstandard in der Windkraft-Industrie galt. Sein vielfältiges Erbe deckt Erfindungen vom Rotorblatt-Design bis hin zu Offshore-Plattformen ab, die auf Mooring-Konstruktionen basieren, und wird von mehr als 90 europäischen Patenten geschützt. Derzeit forscht er an weiteren grünen Energielösungen. Stiesdal wurde nun  in der Kategorie „Lebenswerk“ nominiert.

„Henrik Stiesdals Erfindungen haben beim Aufbau der modernen Windkraftindustrie eine grundlegende Rolle gespielt“, begründete Battistelli bei der Bekanntgabe der Finalisten die Entscheidung. „Sie waren entscheidend dafür, dass Windkraft zu einer zentralen Komponente der Nutzung Erneuerbarer Energien in Europa werden konnte.“ Stiesdal trage bis heute dazu bei, die Position der Windenergie als eine Hauptquelle für alternative Energien in Europa und darüber hinaus zu sichern.

 

 

Die Gewinner des jährlich vom Europäischen Patentamt vergebenen Innovationspreises werden am 7. Juni 2018 in Paris, Saint-Germain-en-Laye, bekannt gegeben. na


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