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Viele grüne Start-Ups im Energiesektor unterwegs

Innovations- und Gründerforum der Berliner Energietage 2017. (Foto: Andreas Kühl)
Innovations- und Gründerforum der Berliner Energietage 2017. (Foto: Andreas Kühl)

Beim Innovations- und Gründerforum der Berliner Energietage 2017 kamen bereits im siebten Jahr Gründer und Mitarbeiter von Startups mit interessierten Anwendern zusammen. Nach dem Handel gab es 2015 die meisten Gründungen im Bereich der Green Economy – vor allem im Energiesektor und im Bausektor.

08.05.2017 – Bereits zum siebten Mal fand dieses Format statt, das sich damit etabliert hat. Auffällig war in diesem Jahr die Qualität einiger praxisorientierter Fragen nach den Präsentationen der Startups. Sie zeigten den Bedarf und das Interesse an innovativen Technologien und Geschäftsmodellen im Energiebereich. Nach der Vorstellung einiger Daten zu grünen Gründungen vom Borderstep-Institut konnten sich die Startups den Teilnehmern vorstellen und ihre Fragen beantworten.

Daten zur grünen Gründerszene in Deutschland

Mit dem Green Economy Gründungsmonitor erfasst das Borderstep-Institut seit 2013 die Entwicklung grüner Gründungen in Deutschland und im europäischen Vergleich. Mit dem Begriff „Green Economy" werden Unternehmen bezeichnet, deren Produkte, Technologien und Dienstleistungen einen nachweisbaren positiven ökologischen Einfluss haben. Die grünen Gründungen waren in 2015 das größte Gründungsfeld in Deutschland nach dem Handel, mit 21.500 Gründungen. Bemerkenswert ist, dass 86 Prozent der Gründungen im Energiesektor und 54 Prozent der Gründungen im Bausektor zur Green Economy gerechnet werden können. Auch innerhalb der grünen Gründungen ist der Energiesektor am stärksten vertreten mit einem Anteil von mindestens zwei Drittel der grünen Gründungen.

Innerhalb von Deutschland zeigt der Green Economy Gründungsmonitor, dass in Hamburg und Schleswig-Holstein im langjährigen Mittel seit 2006 die höchste Gründungsintensität besteht. Erst danach kommt die Gründerhauptstadt Berlin. In Berlin ist jedoch das Gründer-Ökosystem im Energiebereich am besten ausgebaut, durch zahlreiche Acceleratoren und den EUREF-Campus.

Die Startups beim Gründerforum der Berliner Energietage

Manche der jungen Unternehmen, die sich vorgestellt haben, sind schon ein paar Jahre auf dem Markt, andere ganz frisch auf dem Markt und wieder andere stehen noch in der Entwicklungsphase.

Der digitale Energieexperte in Gewerbeimmobilien mit smartB
Mit dem intelligenten Messgerät von smartB, das zentral installiert wird, und der Analyse-Software kann verhältnismäßig günstig der Stromverbrauch von Gewerbeimmobilien in Echtzeit untersucht und sogar einzelnen Verbrauchern zugeordnet werden. Damit sieht man schnell welche Geräte aktuell in Betrieb sind und welche Geräte defekt sind. Dieses proaktive Energiemanagement spart im Alltag Zeit, aber vor allem auch Energie und Kosten.

Verbindung von Internet und SHK-Handwerk mit perto
Sebastian Schröer, Gründer der perto GmbH, zeigte gemeinsam mit Olivier Eising, Geschäftsführer der Wamo Zentralheizungsbau und Sanitäre Anlagen GmbH, wie die Digitalisierung helfen kann den Austausch der vielen alten ineffizienten Heizungspumpen zu beschleunigen. Für Handwerker ist es viel zu aufwändig zum Kunden zu fahren, das Einsparpotential einer neuen Pumpe zu ermitteln, ein Angebot für eine neue Pumpe zu schreiben und dem Kunden noch bei dem Antrag für die Förderung zu helfen. Mit dem Service von perto erhalten die Hausbesitzer schnelle Daten zur Einsparung, ein Angebot für eine neue Pumpe und Hilfe bei der Antragsstellung für die Förderung.

Strom dort erzeugen wo er benötigt wird mit organischer Photovoltaik Solarstrom muss nicht auf großen Freiflächen-Anlagen oder auf unschönen Dach-Anlagen erzeugt werden meint Nikolai Koehler von der oSol:e GmbH aus Potsdam. Daher befasst er sich mit Anwendungen für Solarfolien, der organischen Photovoltaik.

Laden von Elektrofahrzeugen vereinfacht mit plugsurfing
Ein großes Problem der Elektromobilität ist das Laden der Fahrzeuge. Wo finde ich die nächste passende Ladesäule und wie wird dort abgerechnet? Mit der plugsurfing App und dem Ladeschlüssel soll es deutlich einfacher sein.

Aktivierung des Handelns für Klimaschutz mit greensoeasy
Dem vermutlich schwersten Thema, der Aktivierung der Menschen für klimafreundliches Handeln im Alltag, hat sich die greensoeasy UG verschrieben. So viele wollen Energiewende und Klimaschutz, aber nur ein Teil davon richtet sich im Alltag danach. Mit Hilfe einer App möchte greensoeasy für mehr für den Nutzen klimafreundlichen Handlungen werben.

Neue Wege für die Kleinwindkraft auf Hausdächern mit Crestmill
Bei der Kleinwindkraft werden immer wieder neue Technologien ausprobiert. Bei der neuen Technologie von Crestmill sitzen viele Module nebeneinander auf dem Dachfirst und fügen sich relativ unauffällig in die Optik des Hauses ein. Diese können somit gut PV-Anlagen ergänzen und die Autarkie der Hauseigentümer erhöhen.
Andreas Kühl

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