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Energiewende in BürgerhandSonnenenergie statt Waffendeponie

Solarpark Uttenreuth von NATURSTROM
Der Solarpark Uttenreuth nutzt die Sonnenenergie auf einem ehemaligen Waffendepot. (Foto: MaxSolar GmbH)

Im mittelfränkischen Uttenreuth ist ein sehr besonderes Photovoltaik-Projekt ans Netz gegangen: Erzeugt wird der saubere Solarstrom nämlich auf einem ehemaligen Munitionsdepot der US-Armee. Profiteure der 7-MW-Anlage sind die Menschen vor Ort.

23.07.2020 – Gemeinsam mit drei Bürgerenergiegesellschaften hat die NATURSTROM AG im mittelfränkischen Uttenreuth nun den letzten Teil des Solarparks ans Netz gebracht. Realisiert wurde die Anlage auf einem ehemaligen Munitionsdepot der US-Armee in der Nähe von Erlangen. Mit den ergänzten 3,5 Megawatt Peak (MWp) Photovoltaik-Leistung kommt die Anlage nun auf insgesamt 7,2 MWp. Pro Jahr können dadurch zukünftig 7,3 Millionen Kilowattstunden sauberen Solarstroms erzeugt werden. Das deckt in etwa den Bedarf von 2.300 Dreipersonenhaushalten und spart über 3.100 Tonnen CO2.

Der eine Fläche von rund 14 Hektar umfassende Park wurde gemeinsam mit drei Bürgerenergiegesellschaften realisiert: Der EWERG eG aus Erlangen und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt, der Bürger-für-Bürger-Energie eG (BfB) aus dem Landkreis Forchheim und der KEG-Die KlimaschützerInnen eG. Die drei Genossenschaften stehen für über 400 Bürgerinnen und Bürger, die damit Eigentümer von Teilen der Anlage sind.

„Dezentrale und demokratische Energieversorgung“

Die Energiewende schafft echte Mehrwerte„Die Energiewende schafft echte Mehrwerte, wie unser Solarpark Uttenreuth wieder einmal unter Beweis stellt“, sagt Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der NATURSTROM AG. „Hier wird nicht nur sauberer Solarstrom ohne Treibhausgase produziert, sondern durch die Einbindung von mehreren regionalen Bürgerenergiegemeinschaften auch idealtypisch eine dezentrale und demokratische Energieversorgung umgesetzt. Die Nutzung und Aufwertung einer Konversionsfläche führt zudem direkt vor Ort zu einer unmittelbaren ökologischen Verbesserung.“

Neben den direkt beteiligten Personen können auch alle anderen Haushalte der Region vom Solarpark profitieren: Der Photovoltaik-Park wird als Lieferkraftwerk in das regionale Stromangebot bavariastrom des Ökostrom-Pioniers eingebunden und versorgt damit die Menschen vor Ort mit sauberem Solarstrom.

„In Partnerschaft mit den Menschen vor Ort klimaschonende Energie regional produzieren und nutzen, genau das ist unsere Vision bei NATURSTROM – und die wird in Uttenreuth einmal mehr verwirklicht“, so Banning. „Wenn solche Projekte nach vielen Jahren Entwicklungszeit ans Netz gehen und wir damit einen weiteren kleinen Schritt bei der Energiewende vorankommen, ist das immer wieder eine schöne Sache.“

Der Solarpark Uttenreuth ist praktizierter Klimaschutz bei uns vor Ort Auch Dieter Emmerich, Vorstand der EWERG, sieht einen großen Gewinn für die Energieversorgung in der Region: „Der Solarpark Uttenreuth ist praktizierter Klimaschutz bei uns vor Ort. Und natürlich sehr erfreulich: Die Bürgerinnen und Bürger sind wieder am Erfolg beteiligt, so wie auch in anderen Projekten, die wir in der Region alleine oder gemeinsam mit NATURSTROM umsetzen konnten.“

Ungewöhnliches Baugrundstück hat Planung erschwert

Durch das ungewöhnliche Baugrundstück hätte sich die Planung komplex gestaltet und mehrere Jahre gedauert, berichtet der Ökostrom-Pionier. Das Areal war als ehemaliges Gelände des US-Militärs zunächst als gemeindefrei deklariert worden. Deshalb musste vor der Realisierung des Projektes zunächst eine Eingemeindung erfolgen, damit überhaupt ein Bebauungsplan aufgestellt werden konnte. Dabei haben die Gemeinde Uttenreuth und die Bayerischen Staatsforsten, auf deren Gebiet der Park nun liegt, kräftig unterstützt und die Umsetzung erst möglich gemacht.

Da das Gelände auch als Depot für ABC-Waffen diente, musste das Areal zudem von Altlasten gesäubert werden. Dabei hat die Aufschüttung sauberer Erde auf dem Gelände für eine ökologische Aufwertung gesorgt. Der Solarpark wirkt damit nicht nur klimaschützend, sondern schafft auch einen lokalen naturnahen Rückzugsraum für Flora und Fauna. jk


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