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Ausgezeichnetes Freibad

Nachhaltiger Badespaß dank Solarstrom

Das Freibad Dingden in der Stadt Hamminkeln. (Foto: © Stadt Hamminkeln)

Ausgezeichnet als Energie-Kommune des Monats zeigt die nordrhein-westfälische Stadt Hamminkeln, wie eine erfolgreiche Energiewende vor Ort aussehen kann. Die Solaranlage entlastet das Freibad finanziell und treibt zusätzlich den Klimaschutz voran.

30.06.2018 – Es handelt sich nicht gerade um einen alltäglichen Energiewende-Ansatz, den die nordrhein-westfälische Stadt Hamminkeln zusammen mit dem örtlichen Freibad-Verein eingeschlagen hat. Und gerade deshalb ist es ein leuchtendes Beispiel dafür, dass erfolgreicher Klimaschutz oftmals mit anderen positiven Nebeneffekten Hand in Hand gehen kann. Dafür hat die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) die Stadt am Donnerstag als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet.

„Diese Zusammenarbeit zeigt einmal mehr, dass eine erfolgreiche und dezentrale Energiewende gemeinsam gestaltet werden kann – für mehr Lebensqualität vor Ort und Klimaschutz weltweit “, erklärt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE anlässlich der Auszeichnung.

Solarstrom vom Dach

So wurden auf den Dächern des Freibades Solarstromanlagen installiert, die nun zukünftig den Erhalt der Freizeiteinrichtung garantieren sollen. Außerdem wird das Wasser seit 2014 durch die Abwärme einer Biogas-Anlage auf konstante 27 Grad Celsius aufgeheizt. „Auf diesem Weg kommt es für die Stadt wie auch für den Freibad-Verein zu einer klassischen Win-Win-Situation, weil auf der einen Seite die Klimaschutzziele und auf der anderen Seite eine finanzielle Entlastung des Freibades erreicht werden kann“, sagt Bürgermeister Bernd Romanski.

Gleichzeitig zeigte der Verein, dass die Installation der PV-Anlagen auf den Dächern des Freibades erst der Anfang war. So hat sich nach einer öffentlichen Veranstaltung zu den Potentialen kommunaler Dachflächen noch einiges mehr getan: Solaranlagen wurden auf weiteren öffentlichen Gebäuden, wie Schulen, Turnhallen oder Feuerwehrwachen installiert. Insgesamt wurde so nach und nach eine Leistung von rund 250 Kilowatt hinzugebaut.

Motivation für die Energiewende ist groß

Im Ergebnis führen die Bemühungen der Stadt Hamminkeln nicht nur zu einem wirtschaftlichen Gewinn von etwa 60.000 Euro im Jahr, sondern auch zu jährlichen CO2-Einsparungen in Höhe von 145 Tonnen. „Die Stadt Hamminkeln hat vor zwei Jahren deutlich die Folgen des weltweiten Klimawandels mit katastrophalen Folgen zu spüren bekommen“, so Romanski. „Aus diesem Grund ist die kommunale Motivation sich sowohl für den Klimaschutz als auch für die Energiewende einzusetzen, noch größer geworden.“ jk


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Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

G. Dermuth 02.07.2018, 11:10:32

Großen Respekt für diese erfolgreich umgestzte Initative - ich hoffe, sie dient als Besipiel für viele, weitere Kommunen!

 

Gruß, Gertrud Dermuth

http://allianz-nachhaltigkeit.de


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