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G7 wollen Ende der Förderung fossiler Energien bis 2025

Im japanischen Ise-Shima trafen sich die Staats- und Regierungschefs der G7 und der Europäischen Union. (Foto: Minister-president Rutte,  Don van Assendelft, flickr.com, CC BY-2.0, https://www.flickr.com/photos/minister-president/13446052383/
Im japanischen Ise-Shima trafen sich die Staats- und Regierungschefs der G7 und der Europäischen Union. (Foto: Minister-president Rutte, Don van Assendelft, flickr.com, CC BY-2.0)

Die G7-Staaten haben ein Ende der Förderung von Kohle, Öl und Gas bis zum Jahr 2025 vereinbart und rufen andere Länder ebenfalls dazu auf. Trotz des Klimaabkommens gehen die Subventionen bislang weiter. Bis zu deren Ende ist es noch ein weiter Weg.

31.05.2016 – Erstmals benennen die Industriestaaten einen konkreten Termin zur Beendigung der Subventionen für fossile Energien. Allerdings bleibt die Vereinbarung auf dem G7-Gipfeltreffen in Japan zu unklar. Darin heißt es, bis 2025 sollten alle „ineffizienten Subventionen“ enden. Welche Förderungen als „effizient“ gelten, muss noch geklärt werden, ebenso die Definition von Subventionen. Dennoch feiern Umweltorganisationen und Beobachter die Verlautbarung als historisch, nun kommt es wie auch beim Pariser Klimaabkommen auf die Umsetzung an. Die Umweltorganisation Germanwatch begrüßte die Fortschritte bei der Verständigung auf Klimaschutzpläne und den Abbau fossiler Subventionen, mahnte aber fehlende Konkretisierungen an.

Experten gehen davon aus, dass mit „ineffizienten Subventionen“ Förderungen gemeint sind, die die Preise auf den Energiemärkten verzerren. Die OECD schätzt, dass sich diese Subventionen für fossile Energien in ihren Mitgliedsländern auf jährlich 160 bis 200 Milliarden US-Dollar belaufen – eine gewaltige Summe, die in Erneuerbare Energien investiert werden könnte.

Subventionen sinken bereits

Bereits in den vergangenen Jahren sind die Subventionen der G7-Staaten für Kohle, Öl und Gas gesunken. Ausnahmen bilden Japan und Großbritannien mit neuen Förderungen für Kohleprojekte und Ölbohrungen in der Nordsee.

Die G7-Staats- und Regierungschefs aus Japan, den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada, Deutschland und der EU riefen alle Länder dazu auf, es ihnen gleichzutun und innerhalb einer Dekade diese klimaschädlichen Subventionen zu beenden. Zuvor hatten bereits internationale Organisationen wie die OECD und die Weltbank zu einer Beendigung der Förderungen aufgerufen.

Umweltorganisationen hatten erst kürzlich einen Bericht vorgelegt, nachdem die G7-Staaten zwischen 2007 und 2015 insgesamt mehr als 42 Milliarden US-Dollar in Form von Direktfinanzierung, Garantien, technischen Hilfen und Entwicklungshilfen für Kohlekraftwerke, Kohlebergbau sowie damit verbundene Projekte zur Verfügung gestellt haben. Japan führt diese Liste an, gefolgt von Deutschland. In den vergangenen Jahren haben die Kohle-Subventionen immerhin abgenommen, 2015 waren es noch 2,5 Milliarden Dollar. cw

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