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Klimawandel: Deutschland 1,4 Grad wärmer als 1881

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 hat sich Deutschland um 1,4 Grad erwärmt. (Grafik: DWD)
Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 hat sich Deutschland um 1,4 Grad erwärmt. (Grafik: DWD)

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat sich Deutschland um 1,4 Grad erwärmt, 23 der letzten 25 Jahre waren im Vergleich zur Referenzperiode zu warm. Das sind die Ergebnisse der Klima-Pressekonferenz 2016 des Deutschen Wetterdienstes.

10.03.2016 – Das vergangene Jahr war mit einer Mitteltemperatur von 9,9 Grad Celsius gemeinsam mit 2000 und 2007 das zweitwärmste seit der flächendeckenden Messreihe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 1881. Ungewöhnlich war in 2015 besonders der warme Winter am Ende des Jahres. Zudem gab es mit gemessenen 40,3 Grad im bayerischen Kitzingen einen neuen Hitzerekord für Deutschland. Insgesamt zeigen die Daten der Wetterexperten: Seit 1881 hat sich das Land um 1,4 Grad erwärmt. „Das ist erlebter Klimawandel“, erklärt DWD-Klimaexperte Thomas Deutschländer.

Auch wenn der DWD die warmen Monate November und Dezember 2015 nicht vorhergesagt hatte, sind die Meteorologen vom Temperaturanstieg in Deutschland nicht überrascht. Land erwärme sich schneller als Wasser, deshalb sei die globale Erwärmung über den meisten Landflächen stärker wahrzunehmen als im weltweiten Vergleich. Global gesehen war 2015 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Nach DWD Angaben hat in Deutschland zudem die Niederschlagsmenge seit 1881 um gut ein Zehntel zugenommen, die Sonnenscheindauer dagegen nur wenig. Dagegen gab es 2015 im Sommer mehr als 20 Tage ohne nennenswerte Niederschläge, örtlich habe regelrechte Dürre geherrscht. Die Ergebnisse zeigen wieder einmal: Nicht nur die Temperaturen steigen im Mittel an, auch Extremereignisse nehmen mit fortschreitendem Klimawandel zu. cw

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