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Waldbrand in Portugal fordert dutzende Todesopfer

Seit Samstagnachmittag wütet der wohl schlimmste Waldbrand seit Jahrzehnten im Landesinneren von Portugal, knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon entfernt. (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/marta_arias/34248136722" target="_blank">Mart
Seit Samstagnachmittag wütet der wohl schlimmste Waldbrand seit Jahrzehnten im Landesinneren von Portugal, knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon entfernt. (Foto: Marta Arias López / flickr.com, CC BY-SA 2.0)

In der portugiesischen Region Pedrógão im Zentrum des Landes wüten seit Tagen verheerende Waldbrände. Seit Samstag versuchen rund 2.000 Rettungskräfte, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Die Zahl der Toten ist auf mindestens 62 gestiegen.

20.06.2017 – Noch immer ist es nicht gelungen, alle Brandherde in Portugal zu löschen. Seit Samstagnachmittag wütet im Landesinneren der wohl schlimmste Waldbrand seit Jahrzehnten, knapp 200 Kilometer nordöstlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon entfernt. Man spricht sogar schon vom einem der schwersten in der Geschichte Portugals. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf mindestens 62 angestiegen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Lusa. Weitere 54 Personen wurden zum Teil schwer verletzt und Dutzende obdachlos.

Viele seien dabei auf der Flucht vor dem Waldbrand in ihren Autos ums Leben gekommen, da das Feuer Ihnen den Weg abschnitt. Einige Dörfer wurden komplett von den Flammen eingekesselt und hätten keine Fluchtwege mehr gehabt. Die portugiesische Regierung hat aufgrund der Vorkommnisse eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Unterstützung sollen die Rettungskräfte dabei nicht nur durch vier Löschflugzeugung aus Spanien erhalten, auch Frankreich, Griechenland und Deutschland haben inzwischen ihre Hilfe zugesichert.

Blitzschlag ist Ursache der Feuerkatastrophe

Portugal kämpft derzeit mit einer ungewöhnlich starken Hitzewelle, die in manchen Orten zu Temperaturen von über 40 Grad Celsius geführt hat. Dadurch war die Landschaft entsprechend stark ausgetrocknet und anfällig für Waldbrände. Die Behörden gehen davon aus, dass ein Blitz während eines Trockengewitters die Brandkatastrophe ausgelöst hat. Dabei war die Luft so stark aufgeheizt, dass der Regen schon verdunstete, ehe er den Boden erreichen konnte. Starke Winde haben dann den Rest dazu beigetragen, dass sich die Feuer so rasend schnell ausbreiten konnten.

Schon seit Jahren warnen Wissenschaftler immer wieder vor den Folgen der zunehmenden Erderwärmung. So ist in Europa vor allem der südliche Raum von immer stärkeren Hitzeperioden und der damit steigenden Gefahr von Waldbränden betroffen. jk

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