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Klima und CoronaLernen aus dem Lockdown – Forscher im Klimatalk

Den Auftakt zum Online-Klimatalk machte der Klimaforscher Mojib Latif. (Videoserie „Real Science, Real Talk – Wissenschaft zu Klima und Corona“ © DKK)
Den Auftakt zum Online-Klimatalk machte der Klimaforscher Mojib Latif. (Videoserie „Real Science, Real Talk – Wissenschaft zu Klima und Corona“ © DKK)

Während die Corona-Pandemie den Alltag plötzlich umgekrempelt hat, machte der Lockdown neue Experimente für die Klimaforschung möglich. 18 Experten reflektieren in einer neuen Videoserie nun blitzlichtartig ihre ganz unterschiedlichen Erkenntnisse.

12.10.2020 – Während des Lockdowns in der ersten Phase der Corona-Krise hat sich unser Alltag über Nacht verändert: Kurzarbeit, Videokonferenzen und weniger Verkehr auf Straße, Schiene und in der Luft. Die Folgen waren unter anderem weniger Emissionen und eine veränderte Mobilität. Routinen wurden radikal durchbrochen, die Politik hat umfassende Maßnahmen ergriffen, die Wirtschaft und auch jeder Einzelne kämpft mit den Folgen. Die Wissenschaftler des  Deutschen Klima-Konsortiums  (DKK) nutzten indes die Gelegenheit, um neue Daten aus dem Lockdown zu sammeln und auszuwerten. Einen Monat lang berichten sie nun über ihre Erkenntnisse und räsonieren, was wir aus der Corona-Krise lernen sollten.

Bis zum 4. November widmen sich die Wissenschaftler in der neuen Video-Serie „Real Science, Real Talk – Wissenschaft zu Klima und Corona“den aktuellen Klimafragen und teilen ihreBeobachtungen und Einschätzungenmit der Öffentlichkeit. Online zuschauen kann jeder, die YouTube-Videos sind kostenlos zugänglich. Was bedeuten die Veränderungen für den Klimawandel und die Klimapolitik?

Wissenschaftsbasierte Entscheidungen

Den Auftakt machte Anfang der Woche Professor Mojib Latif, bekannter Klimaforscher und DKK-Vorstandsvorsitzender. Er räsoniert darüber, was wir aus der Corona-Krise für die Bewältigung der Klima-Krise lernen können: „Die Klima-Krise können nur alle Länder gemeinsam lösen. Gerade Politiker, die den Klimawandel leugnen – wie Trump in Amerika oder Bolsonaro in Brasilien – haben mit sehr hohen Infektionszahlen und unglaublich vielen Todesfällen zu tun.“ Die Corona-Krise zeige, dass Wissenschaft neues Wissen relativ schnell liefern und dann dieses Wissen Schritt für Schritt sicherer machen könne. Entscheidend sei dabei, ob Politik und Gesellschaft es zu ihrer Orientierung nutzen wollen.

Von Atmosphärenforschung bis Wirtschaftswandel

DieCorona-Krise sei für die Atmosphäre und unsere Gesellschaft ein großes Experiment, so die Wissenschaftler. Daraus ergaben sich nun verschiedenste Forschungsprojekte. Atmosphärenforscher messen, ob und warum die Luft etwa im Rheinland oder in China besser wurde. Sie erklären, wie die CO2-Emissionen gesunken sind und warum der CO2-Gehalt der Atmosphäre trotzdem weiter ansteigt. Sozial- und Geisteswissenschaftler nutzen die Pandemie, um die Verkehrswende in Realexperimenten zu untersuchen. Politik- und Ökonomie-Experten erläutern wie wichtig es ist, Wirtschaftshilfen mit Klimaschutz zusammenzudenken. Eines wird bei allen Beiträgen klar: Das kurze Zeitfenster, um die Klima-Krise beherrschbar zu halten, sollte genutzt werden. Die Zeit läuft und je länger wir warten, desto drastischer werden die Maßnahmen. na


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