Menü öffnen

ElektromobilitätBerliner Verkehrswende startet mit 30 neuen Elektrobussen

Elektrobus der BVG in Berlin
Testfahrt im Mercedes E-Citaro in Berlin (Foto: © BVG, Oliver Lang)

In den nächsten Monaten erhalten die Berliner Verkehrsbetriebe insgesamt 30 neue Elektrobusse. Zukünftig sollen sie nicht nur die Luftqualität in der Hauptstadt verbessern, sondern auch über WLAN und USB-Anschlüsse zum Handyaufladen verfügen.

10.01.2019 – Bis 2030 soll die gesamte Busflotte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) elektrisch unterwegs sein. Früher als geplant treffen dafür nun bereits im Frühling dieses Jahres die ersten Elektrobusse in der Hauptstadt ein. Das gab die BVG am vergangenen Freitag bekannt. Im März soll zunächst jeweils ein Modell der beiden unterschiedlichen Serienfahrzeuge geliefert werden. Im Juni 2018 hatte der Aufsichtsrad Mercedes und dem polnischen Unternehmen Solaris den Zuschlag für jeweils 15 Fahrzeuge erteilt. Das Auftragsvolumen beläuft sich hierbei auf etwa 18 Millionen Euro.

Bei einer ersten Testfahrt mit Pressevertretern präsentierte BVG-Vorstandschefin Sigrid Nikutta zusammen mit Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für die Grünen) in der vergangenen Woche die elektrische Variante des Stadtbus-Modells Citaro von Mercedes. Leise und geschmeidig sei er über die Straßen gerollt, schreibt die Berliner Morgenpost. Gefahren wurde der Elektrobus von Torsten Mareck, Bereichsleiter Omnibus der BVG. Er könne sehr feinfühlig bedient und beim Anfahren und Bremsen stufenlos gesteuert werden.

WLAN und USB-Anschlüsse

Neben den 15 Citaro-Modellen, die Mercedes liefert, werden zwischen März und August auch 15 Busse des Typs New Urbino 12 Electric von Solaris bei der BVG eintreffen. Alle Fahrzeuge sollen mit WLAN und USB-Anschlüssen ausgestatten sein, sodass die Fahrgäste auf der Fahrt nicht nur im Internet surfen, sondern auch ihr Handy aufladen können. Bei einer Länge von etwas über zwölf Metern gibt es Platz für insgesamt 70 Fahrgäste. Die Reichweite der Busse beträgt ungefähr 150 Kilometer, weswegen sie für den Anfang auch nur auf kurzen Linien zum Einsatz kommen.

Wenn die BVG in diesem Jahr insgesamt 30 neue Elektrobusse anschafft, müssen innerhalb der darauffolgenden zehn Jahre noch mehr als 1.000 weitere Busse elektrifiziert werden, wenn bereits 2030 ausschließlich klimafreundliche Fahrzeuge zum Einsatz kommen sollen. Denn insgesamt sind in Berlin zurzeit über 1.400 Busse unterwegs – einige davon Doppeldecker, die deutlich mehr Fahrgäste als die aktuellen elektrischen Varianten transportieren können.

Über 120 Elektrobusse bis 2021

Deshalb sollen bereits bis zum Jahr 2021 mindestens 120 neue Elektrobusse sowie weitere 15 elektrische Gelenkbusse angeschafft werden. Jedoch ist der Weg dafür noch weit. Schließlich kosten die E-Busse zurzeit noch etwa doppelt so viel wie herkömmliche Dieselfahrzeuge. Außerdem muss auch die entsprechende Infrastruktur für die neuen Busse ausgebaut werden. Derzeit wird die E-Flotte noch auf dem Betriebshof Indira-Gandhi-Straße stationiert – 30 Ladesäulen befinden sich dort im Bau. Zukünftig müssen dann in der gesamten Stadt E-Betriebshöfe entstehen, wofür auch entsprechende Flächen nötig sind. jk


Mehr zum Thema


Kommentare

Diskutieren Sie über diesen Artikel

Denkender Bürger 14.03.2019, 22:57:40

Daß das Emissionsproblem bei Elektro-Fahrzeugen nur in Richtung des nächsten Kraftwerks verlagert ist und der ökologische mehrwert von Elektro-Fahrzeugen gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren beim derzeitigen Stand der Technik null ist, kommt irgendwie niemanden in den Sinn.

Oder aber man verschweigt es bewußt.

Von einer Verkehrswende kann daher keinstenfalls die Rede sein.

Womit sich mal wieder zeigt:

Selbstbetrug ist eben dann am schönsten, wenn man ihn mit möglichst vielen teilen kann.

Denkender Bürger 26.06.2019, 00:37:33

Soviel zu Thema.

Aber das der Prophet nirgendwo weniger als im eigenen Land, steht ja schon in der Bibel.

 

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/berlin-neue-e-busse-der-bvg-koennen-nur-halbtags-eingesetzt-werden-a-1271623.html


Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

(wird nicht veröffentlicht)
max 2.000 Zeichen



energiezukunft