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Ältestes AKW der Welt müsste vom Netz

AKW Beznau im Schweizer Kanton Aargau. (Foto: Roland Zumbühl (Picswiss), Arlesheim (Commons:Picswiss project)  CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons )
AKW Beznau im Schweizer Kanton Aargau. (Foto: Roland Zumbühl (Picswiss), Arlesheim (Commons:Picswiss project) CC BY-SA 3.0 / Wikimedia Commons )

Nach Unregelmäßigkeiten am Reaktordruckbehälter des Schweizer Atomkraftwerks Beznau im Kanton Aargau fordert Greenpeace das endgültige Abschalten des dienstältesten Reaktors weltweit. Auch deutsche Politiker haben sich in die Debatte eingemischt.

24.07.2015 – Der AKW-Saurier steht an der der deutsch-schweizerischen Grenze bei Waldshut und beschäftigt daher insbesondere die Parlamentarische Staatssekretärin im deutschen Bundesumweltministerium Schwarzelühr-Sutter, die im Bundestag den an den Schweizer Atomreaktor angrenzenden Wahlkreis Waldshut vertritt. Seit 1964 ist das AKW bereits am Netz und damit das älteste im Betrieb befindliche Atomkraftwerk der Welt. Die jetzt festgestellten Sicherheitsmängel seien besorgniserregend, so die Politikerin, der Reaktor müsse dauerhaft vom Netz.

Die Mängel waren erst bei einer jährlichen Kontrolle entdeckt worden: Daraufhin teilten das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat und die Schweizer Aufsichtsbehörde ENSI mit, dass der Reaktor daher drei Monate länger als geplant vom Netz gehen sollte. Störfälle hatte es bereits in den Jahren zuvor gegeben. Greenpeace Schweiz erörterte die kürzlich entdeckten Schwachstellen im Reaktordruckbehälter von Beznau 1. Diese schwächten das Herzstück und erhöhten das Unfallrisiko.

Auch Greenpeace fordert daher die endgültige Außerbetriebnahme beider Reaktoren. Die Betreiberin Axpo als auch die Atomaufsichtsbehörde ENSI schweigen laut Greenpeace zu Anzahl, Größe und Eigenschaften der Schwachstellen, selbst die Ursache der Schäden sei unbekannt. Versagt der Reaktordruckbehälter, sind laut Greenpeace Schweiz keine wirksamen Notfallmaßnahmen vorgesehen. Da Betreiberin Axpo jüngst 700 Millionen Schweizer Franken für Nachrüstungen ausgegeben habe, ist hier der Wille zum Abschalten wohl recht gering. na

Franz Wegmüller am 24.07.2015

+246 Gut Antworten

Dass irgendwas gemacht werden muss ist allen klar.

Aber bitte: deutsche Politiker geht das ganze so viel an, wie es Schweizer Politiker zu interessieren hat, dass grad mal 58% des Streckennetzes der DB elektrifiziert sind und auf den restlichen 42% Dieselloks die Umwelt verpesten. Auch da machen Emissionen bekanntlich nicht vor Grenzen halt und diese Gefahr ist realer als ein hypothetischer Zwischenfall in Beznau.

heinbloed am 24.07.2015

+244 Gut Antworten

Schweizer Fische im deutschen Rhein, Asylantraege genehmigt?

 

Werden Krankheiten eingeschleppt, sind Dokumente vorhanden?

 

Ist Umweltverschmutzung ein Asylgrund?

 

Und ueberhaupt: ist die Schweiz etwa kein sicheres Drittland mehr?

 

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/aare-zu-warm-akw-beznau-betreiber-bleibt-straffrei-129365429

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