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Klimaschutz geht nur ohne Fracking

Anti-Fracking-Proteste von Bürgern sind europaweit, die Grünen EU-Abgeordneten stellen sich ebenso gegen das Fracking-Gesetz. (Foto: greensefa / flickr.com CC BY 2.0)
Anti-Fracking-Proteste von Bürgern sind europaweit, die Grünen EU-Abgeordneten stellen sich ebenso gegen das Fracking-Gesetz. (Foto: greensefa / flickr.com CC BY 2.0)

Zu den beginnenden Beratungen im Bundestag zum Fracking-Gesetz warnen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe erneut ausdrücklich vor der Gefährdung von Böden, Gewässern und Lebensräumen in Naturschutzgebieten.

11.06.2015 – Die Versprechungen zum Klimaschutz beim G7 Gipfel wirken umso mehr wie Lippenbekenntnisse, sollte das viel diskutierte Fracking-Gesetz verabschiedet werden – es ermöglicht Fracking in mehr als einem Drittel der Natura 2000-Flächen im Nordwesten Deutschlands, falls sich die Erdöl- und Erdgas-Vorkommen dort im Sandstein befinden. Es ist alarmierend, mahnt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger, dass allein in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in mehr als 600 Natura 2000-Flächen gefrackt werden könnte. Doch auch unterhalb von Nationalparken und Naturschutzgebieten in ganz Deutschland wäre Fracking erlaubt.

Die Umweltverbände als auch die Mehrzahl der Bürger fordern daher ein uneingeschränktes Verbot. Die Fracking-Technologie birgt nicht nur hohe ökologische Risiken sondern ist klimapolitisch kontraproduktiv und passt wohl nicht mehr ins Konzept, auf fossile Brennstoffe in Zukunft verzichten zu wollen und drastisch CO2-Emissionen zu reduzieren, wie es auf dem G7-Gipfel verkündet wurde – denn Fracking würde die CO2-Emissionen in Deutschland wieder erhöhen.

Der DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner, der als Sachverständiger vor dem Umweltausschuss des Bundestags zum Thema gesprochen hatte, kritisierte die einberufene Expertenkommission als parteiisches und undemokratisch zustande gekommenes Konstrukt: „Mit diesem Gremium entzieht die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag die politische Entscheidungshoheit über eine Risikotechnologie.“ Es sei noch immer unklar sei, wie die Arbeit der Kommission mit dem formalen Verfahren der zuständigen Behörden vereinbart werden solle. Bürgern werde zudem nicht ausreichend Mitsprachemöglichkeiten eingeräumt. Bürger- Proteste nehmen derweil zu und es bleibt zu hoffen, dass sie nicht nachlassen und von oppositioneller Seite endlich ausreichende Unterstützung erfahren. na

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