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Globaler KlimaprotestFridays for Future streikt für Europas Zukunft

Fridays for Future Protest
Kurz vor der Europawahl hat Fridays for Future zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. (Foto: © Fridays for Future Deutschland, flickr.com)

Auf der ganzen Welt protestieren an diesem Freitag wieder junge Menschen für den Klimaschutz. Diesmal stehen die Streiks unter einem besonderen Motto: die Europawahl zur Klimawahl machen. Allein in Deutschland gibt es Proteste in 215 Städten.

23.05.2019 – Seit vielen Monaten protestieren freitags auf der ganzen Welt junge Menschen unter dem Motto Fridays for Future gegen die ambitionslose Klimapolitik ihrer Regierungen. Sie fordern mehr Klimaschutz – und wollen jetzt auf die Bedeutung der Europawahl für das globale Klima aufmerksam machen.

„Mach die Europawahl zur Klimawahl!“

Am Freitag den 24. Mai könnten sich anlässlich der Europawahl Hunderttausende dem globalen Klimastreik anschließen und gemeinsam ein Zeichen für den globalen Klimaschutz setzen. Bisher wurden Proteste in 118 Ländern und insgesamt 1.594 Städten angekündigt – 215 davon allein in Deutschland. Hierzulande findet die Europawahl am Sonntag den 26. Mai statt.

Viele Streikende der Fridays for Future-Bewegung sind jedoch noch nicht stimmberechtigt. Deshalb werben die jungen Menschen umso stärker um die Beteiligung der Wähler und machen darauf aufmerksam, welche Bedeutung die Europawahl für das globale Klima hat.

Klimaleugner aus dem Parlament wählen

Mit einer Beteiligung von nur 43 Prozent war die Beteiligung bei der letzten Wahl eher gering. „Das werden wir nicht zulassen und rufen ganz Europa dazu auf mit uns auf die Straße zu gehen, damit Klimaleugner*innen, Bremser und die „Ja, aber“-Fraktionen aus den Parlamenten rausgewählt werden“, heißt es in dem Aufruf.

Unterstützung bekommen die Schüler und Studenten auch von der Parents for Future-Bewegung. Anlässlich der Europawahl hat diese ihren Klima-Wahl-O-MatKlima-Wahl-O-Mat“ vorgestellt. Er macht deutlich, wie die einzelnen Parteien zu den Fridays for Future-Forderungen stehen. Dafür wurden alle 41 Parteien angeschrieben, Stellung bezogen haben 23 Parteien.

„Mehrere Umfragen haben gezeigt, dass der Klimaschutz für die meisten Deutschen bei der Europawahl inzwischen die größte Rolle spielt“, so Ingo Laubenthal von den Parents for Future. „Dementsprechend sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Menschen darüber zu informieren, wer den Klimaschutz tatsächlich voranbringen will.“

Auch sie rufen dazu auf, die Fridays for Future-Bewegung bei ihrem globalen Klimastreik am 24. Mai zu unterstützen. Die Demonstrationen sollen noch einmal ein starkes Signal setzen. „Die Parents for Future werden gemeinsam mit den Fridays for Future erneut auf die Straße gehen“, so Laubenthal. jk


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