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Neues Klimaschutzabkommen

19 Städte verpflichten sich zu CO2-neutralen Gebäuden

Der Bürgermeister von New York City – Bill de Blasio – hat das Abkommen ebenfalls unterzeichnet. (Foto: Stig Ottesen on Unsplash)

Bürgermeister aus der ganzen Welt wollen den Klimaschutz stärken und ab 2030 nur noch CO2-neutrale Gebäude errichten. Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem von Paris, London oder New York – nicht jedoch von deutschen Städten.

31.08.2018 – In der vergangenen Woche haben sich 19 Bürgermeister aus der ganzen Welt darauf verständigt, die Energiewende im Gebäudebereich weiter voranzutreiben und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das geht aus einer Mitteilung des C40-Städte-Netzwerkes hervor. Durch die Unterzeichnung der „Net-Zero Carbon Buildings Declaration“ sollen die Treibhausgasemissionen der Städte in den nächsten Jahren deutlich reduziert werden. Bis 2030 müssen alle neuen Gebäude vollkommen CO2-neutral sein, bis 2050 dann auch alle bestehenden Immobilien. Dafür soll der Nullenergiestandard eingehalten und der externe Energiebezug ausschließlich über Erneuerbare Energien gedeckt werden.

Damit die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreicht und der globale Temperaturanstieg auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt werden können, seien solch mutige Verpflichtungen vermehrt notwendig, so die Bürgermeister. Schließlich gelten die Gebäude in städtischen Gebieten als eine der größten Quellen für Treibhausgasemissionen. In London, Los Angeles und Paris machen sie über 70 Prozent der gesamten städtischen Emissionen aus – im Durchschnitt sind es immerhin über 50 Prozent.

Deutsche Städte sind nicht mit dabei

Unterschrieben wurde die Erklärung unter anderem von den Bürgermeistern aus Kopenhagen, London, New York City, Paris, Sydney, Tokio und Washington DC, die über das C40-Netzwerk miteinander verbunden sind. Zudem zählen auch Johannesburg, Los Angeles, Montreal, Newburyport, Portland, San Francisco, San Jose, Santa Monica, Stockholm, Toronto, Tshwane und Vancouver zu den beteiligten Städten.

Bürgermeister aus Deutschland haben die Erklärung hingegen nicht unterzeichnet – obwohl Berlin und Heidelberg sogar den C40 angehören. Ebenfalls fehlen Städte aus China, Indien und Russland auf der Liste. Die Unterschriften lateinamerikanischer Bürgermeister gehören ebenso wenig dazu. In Europa schreibt allerdings die EU-Gebäuderichtlinie bereits vor, dass ab 2021 alle Neubauten innerhalb der EU als „nearly zero-energy buildings“ realisiert werden müssen – also „Fast-Null-Energie-Gebäude“. Diese Definition lässt jedoch Spielräume offen und befindet sich noch in der Debatte. Zudem gilt die Richtlinie bislang nicht für bereits bestehende Immobilien.

Klimawandel bedroht New York existenziell

„Der Klimawandel stellt eine existenzielle Bedrohung für New York City dar“, sagt Bill de Blasio, Bürgermeister von New York City. „Unsere Gebäude nachhaltiger und effizienter zu machen ist ein wichtiger Teil der Lösung.“ Mit diesem Engagement würde man das Versprechen erfüllen, die Stadt für künftige Generationen sauberer und sicherer zu machen. Deshalb sei man nun stolz darauf, gemeinsam mit anderen Städten mutige und sinnvolle Schritte zur Reduzierung der Umweltverschmutzung durch den Klimawandel zu unternehmen.

Damit die unterschriebene Verpflichtung jedoch auch eingehalten werden kann, bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung – die Stadtverwaltungen selbst haben keine direkt Kontrolle über alle Gebäude einer Stadt. Deshalb müsse sowohl mit staatlichen und regionalen Regierungen als auch mit dem privaten Sektor zusammengearbeitet werden. Ferner sollte eine Reihe von unterstützenden Anreizen und Programmen entwickelt sowie jährlich über Fortschritte bei der Erreichung der Ziele berichtet werden.

Global Climate Action Summit

Unterzeichnet wurde die Erklärung nur kurz vor dem Global Climate Action Summit, der vom 12. bis zum 14. September in San Francisco unter dem Motto „Ambitionen auf die nächste Stufe bringen“ stattfindet. Damit will das C40-Netzwerk andere Städte dazu auffordern, ihre Klimaschutzmaßnahmen und –ziele zu verstärken. jk


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