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Energiewende 2030: Das große Bild

Zur Erreichung der Klimaschutzziele und Dekarbonisierung hat Agora Energiewende sieben Energie-Megatrends für die zweite Phase der Energiewende vorgestellt. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/windrad-sonne-sonnenstrahlen-wolken-2222471/" target="_bla
Zur Erreichung der Klimaschutzziele und Dekarbonisierung hat Agora Energiewende sieben Energie-Megatrends für die zweite Phase der Energiewende vorgestellt. (Foto: winterseitler / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Zur Erreichung der Klimaschutzziele und Dekarbonisierung hat Agora Energiewende konkrete Ziele und Strategien für die zweite Phase der Energiewende veröffentlicht. Vor allem der Verkehrs- und Wärmemarkt stehen vor einer großen Transformation.

19.06.2017 – Einen Blick auf das große Ganze möchte der Think Tank Agora Energiewende mit seiner neusten Veröffentlichung gewährleisten. Unter dem Titel „Energiewende 2030 – The Big Picture“ werden Trends, Ziele und Maßnahmen für die zweite Phase der Transformation des Energiesystems beschrieben. Vorgestellt hat die Denkfabrik ihre Studie in der vergangenen Woche in Berlin. Welche Anstrengungen sind nötig, damit Deutschland seine Klimaschutzziele bis 2030 erreichen kann? Gegenüber 1990 gilt es, mindestens 55 Prozent der CO2-Emissionen einzusparen. Immer wieder wird jedoch deutlich, dass die Bundesrepublik damit keinesfalls auf Kurs ist.

Bei der Transformation des Energiesystems gilt es, auch die Versorgungssicherheit im Blick zu behalten. Außerdem muss die Energie sowohl für die Verbraucher als auch die Industrie bezahlbar bleiben. Aus diesem Grund beruhen die energiepolitischen Zielvorgaben von Agora Energiewende auf der Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit, Erneuerbaren Energien und Effizienz – jeweils für die drei Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr.

Sieben Energie-Megatrends

In dem etwa 80-seitigen Papier werden sieben zentrale „Energie-Megatrends“ sowie ein Zielsystem für das Jahr 2030 beschrieben. Dabei integriert der Think Tank nicht nur wichtige Strategien und Kosten-Nutzen-Abwägungen, sondern schlägt auch zehn konkrete Agenda-Punkte für eine weitere Gestaltung der Energiewende vor. So soll diese durch ein entsprechendes Rahmengesetz erstmals auf ein umfassendes legislatives Fundament gestellt werden.

Ebenfalls gibt Agora Energiewende in seinem Papier konkrete Zielvorgaben für das Jahr 2030 vor. So muss der Anteil der Erneuerbaren am Primärendenergieverbrauch auf mindestens 30 Prozent und am Stromverbrauch auf 60 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig sei aber auch eine deutliche Reduzierung des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen nötig. Deshalb sollte die Nutzung von Kohle und Erdöl halbiert und von Erdgas um 20 Prozent verringert werden. Insgesamt muss der Energieverbrauch verglichen mit heute um etwa 30 Prozent abgesenkt werden.

Efficiency First, Investment Second

Dafür muss das Thema der Energieeffizienz von nun an einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Der Think Tank schlägt daher das Leitprinzip „Efficiency First“ vor, bei dem jede Planung und Investition im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor dahingehend überprüft werden soll, ob die Steigerung der Energieeffizienz nicht eine kostengünstigere Lösung wäre.

„Wenn Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit gelingen sollen, muss Energieeffizienz eine ganz andere Bedeutung bekommen als bisher, betont Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. „So viel Erneuerbare Energien und Netze, wie wir ohne Effizienz bräuchten, können wir gar nicht bauen.“

„Das Jahr 2030 ist eine wichtige Wegmarke, denn bis dahin muss die Energiewende zur Hälfte absolviert sein, will man bis 2050 die im Klimaschutzabkommen von Paris verabredete Dekarbonisierung erreichen“, sagt Graichen. Er sei aber davon überzeugt, dass die notwendigen Technologien für diesen Schritt alle kostengünstig vorhanden seien. „Die herausfordernde Botschaft ist aber auch: Jetzt geht es nicht mehr um die Integration von ein paar Wind- und Solaranlagen, sondern es steht die umfassende Transformation der Energiesektoren Strom, Wärme, Verkehr an“, so Graichen.

Wärme- und Verkehrsbereich integrieren

In der Agenda Energiewende 2030 wird außerdem viel Wert darauf gelegt, dass die Energiewende nicht als reine Stromwende verstanden werden darf. Die Wärme- und Verkehrswende muss ebenfalls zügig angegangen werden, um die Klimaschutzziele erreichen zu können. So habe Deutschland bei der Stromerzeugung aus Erneuerbaren zwar bereits große Fortschritte gemacht, stehe jedoch im Wärme- und Verkehrssektor noch ganz am Anfang.

„Denn die Biomasse-Strategie, mit der die Bundesregierung ursprünglich Wärme und Verkehr klimafreundlicher machen wollte, ist nicht aufgegangen“, urteilt Graichen. „Jetzt werden bei Wärme und Verkehr Energieeffizienz und die Nutzung von Wind- und Solarstrom über Elektromobilität und Wärmepumpen im Zentrum stehen – und nach und nach auch strombasierte Heiz- und Kraftstoffe.“ jk

Eitel Heck am 19.06.2017

In einem fast 80 -seitigen Papier hat Agora Energiewende Zielvorgaben für die Energiewende, insbesondere bis 2030, erarbeitet.

Als Entscheidungsvorlage für die Bundesregierung ist dieses schwierig lesbare Papier nicht geeignet.

Es wird zeit unter dem Begriff erneuerbare Energien bei der Stromerzeugung endlich zu differenzieren in:

1.Erneuerbare Energien mit einer wetterabhängigen,flukturierenden Stromerzeugung,

Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen,

Bei einem Anteil dieser beiden erneuerbaren Energien über 30% im Strommix sind Groß- und Langzeitspeicher für überschüssigen Strom erforderlich.

Es wird Zeit eine konkrete Bewertung der Stromspeicher vorzunehmen,

-Pumpspeicherwerke, bei Anteil dieser beiden erneuerbaren Energien im Strommix von 40% Neubau von 900 Pumspeicherwerken,

-Druckluftspeicher in stillgelegten Zechen und Salzstöcken mit Wirkungsgrad von 50 % und hohen Investitionsaufwendungen,

-Betonkugelspeicher, ursprünglich für Offshore-Windkraftanlagen vorgesehen aber nunmehr in der Nordsee nicht einsetzbar, da die erforderliche Tiefe von ca.700 m zur Erreichung einer Speicherleistung von 20MWh pro Betonkugelspeicher mit Durchmesser von 30 m und Gewicht von 10.000to in der Nordsee nicht vorhanden ist.

-Die Ppower to Gas Technologie zur Wasserstoffherstellung durch Elektrolyse mit überschüssigen Strom und Herstellung von Methan aus Wasserstoff und CO2 zu Methan und Einspeisung in Gaskraftwerke zur Stromerzeugung ist auf Grund des niedrigen Wirkungsgrades zur größflächigen Nutzung des überschüssigen Stroms nicht geeignet.

Die Kosten für das synthetische Methan sind um das 7,5-fache Höher als Methan im Erdgas.

2.Erneuerbare Energien mit kontinuierlicher Stromerzeugung,

-Wasserkraftwerke,

-Geothermikraftwerke,

-Solarthermikraftwerke in sonnenreichen Ländern,

-Wasserstoffkraftwerke,

-Gezeitenkraftwerke,

3.Der Dual Fluid Kernreaktor sollte endlich inhaltlich bewertet werden.

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