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Wind, Solar und Erdgas gehört die Zukunft

Windenergie-Anlagen im Hintergrund Kohlekraftwerk
(Foto. FrankBothe, CC BY-SA 3.0<https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons)

Im neuesten World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur (IEA) überwiegen die positiven Aspekte: Die Wind- und Solarenergie sowie Erdgas werden Kohle und Öl verdrängen. Für das Zwei-Grad-Ziel sind aber noch mehr Anstrengungen notwendig.

19.11.2016 – Energie aus Wind, Sonne und Gas wird in den kommenden Jahrzehnten an Bedeutung gewinnen, stellt die IEA fest. Einen Anteil von rund 37 Prozent am weltweiten Strommix könnten Erneuerbare bis 2040 haben. Doch selbst wenn die Bedingungen der Pariser Vereinbarung von allen Ländern erfüllt werden, die Erderwärmung könnte bis dahin dennoch auf 2,7 Grad ansteigen. Fossile Energieträger wie Öl werden auch weiterhin eine große Rolle spielen, in Ermangelung an Alternativen. Vor allem für den Betrieb von Flugzeugen und Schiffen gibt es auch in 24 Jahren keine wirkliche Alternative, so die Vermutung der IEA. Dabei gibt es eigentlich Anlass zur Hoffnung. Bis 2040 werden Elektroautos mehr als sechs Millionen Diesel- und Benzinfahrzeuge ersetzen. Wind- und Sonnenenergie werden zukünftig eine viel größere Rolle im Energiemix spielen als heute, die Kosten für Photovoltaik könnten sogar um 70 Prozent sinken. Sogar aus dem Kohlesektor gibt es gute Neuigkeiten.

Kohle wird unwichtiger

Denn für Großverbraucher wie China wird Kohle immer unwichtiger. Schon heute bemüht sich die Regierung in Peking, die Luftverhältnisse in den großen, von Smog geplagten Städten im Osten des Landes zu verbessern. Dafür nutzt sie auch politische Werkzeuge, wie etwa eine Quote für E-Autos oder Subventionen für Photovoltaik-Anlagen. Aber auch in Deutschland wird die Bedeutung von Kohle weiter abnehmen.

Global wird die Anzahl der Autos auf den Straßen in den nächsten 25 Jahren um etwa das doppelte anziehen, prognostiziert der World Energy Ausblick, was hauptsächlich dem wachsenden Wohlstand der wirtschaftlich aufstrebenden Schwellennationen geschuldet ist. Dennoch wird der Ölbedarf sinken – Dank neuer Technologien, synthetischem Treibstoff sowie Biosprit.

Auch wenn der World Energy Outlook so etwas wie die Bibel der Energiebranche ist, in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Kritik an den Prognosen aus dem Lager der Erneuerbaren. So hat die Agentur in Ihrem Bericht vor zehn Jahren mit so manchen Zahlen deutlich danebengelegen. Damals nahm man bei der IEA an, bis 2030 würden die Investitionskosten für Solarkraftwerke soweit sinken, dass man rund 2.500 Dollar je Kilowatt Leistung ausgeben müsse. Allerdings liegen diese Werte schon heute in besonders günstigen Weltregionen im dreistelligen Bereich. Und die erfreuliche Entwicklung dürfte in den kommenden Jahren weitergehen. bm

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