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Wettervorhersagen für Erneuerbare Energien optimieren

Bruttostromerzeugung in Deutschland 2014 – der Anteil der Erneuerbaren Energien steigt stetig an. (Quelle: © AG Energiebilanzen)
Bruttostromerzeugung in Deutschland 2014 – der Anteil der Erneuerbaren Energien steigt stetig an. (Quelle: © AG Energiebilanzen)

Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung steigt, Wind- und Solarenergie sind wetterabhängig. Im Rahmen von zwei Forschungsprojekten soll die Qualität des Vorhersagesystems hinsichtlich dieser meteorologischen Größen optimiert werden.

28.10.2015 – Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Deutschland steigt – und zwar trotz politischer Hürden – kontinuierlich an. Wind- und Solarenergie sind dabei zwei der wichtigsten regenerativen Energieträger. Da die Stromerzeugung aus diesen Erneuerbaren Energien stark wetterabhängig ist, werden zuverlässige meteorologische Vorhersagen für die Steuerung der Stromnetze wichtiger.

Der Deutsche Wetterdienst arbeitet daher seit 2012 im Rahmen der zwei Forschungsprojekte EWeLiNE und ORKA daran, seine Numerischen Wettervorhersagemodelle (NWV) gezielt für Energieanwendungen zu optimieren. Dabei beschäftigen sich Wissenschaftler mit der generellen Verbesserung der NWV-Modelle und mit der Entwicklung von nutzergerechten meteorologischen Produkten. Die Anforderung der Endnutzer an die Wettervorhersagen und Wetterprodukte spielen für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eine zentrale Rolle.

Das Forschungsprojekt EWeLiNE ist eine Forschungskooperation zwischen dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (Fraunhofer-IWES), dem Deutschen Wetterdienst sowie den Übertragungsnetzbetreibern Amprion, TenneT und 50Hertz. Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist, die deutliche Verbesserung der Leistungsprognosen von Wind- und PV-Einspeisung sowie die Entwicklung und Umsetzung von zuverlässigen probabilistischen Vorhersagen zur sicheren und wirtschaftlichen Netzintegration heute und in den nächsten Jahrzehnten.

Im Jahr 2014 wurden die ersten Änderungen des operationellen Wettervorhersagesystems für die Energiewirtschaft übernommen. Die Strahlungsvorhersage für Deutschland wird bspw. seitdem nicht mehr nur stündlich, sondern alle 15 Minuten zur Verfügung gestellt. dwd/na

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