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BP prognostiziert steigende Energienachfrage

Die Erneuerbare Energien entwickeln sich bis 2040 zur der mit Abstand am schnellsten wachsenden Energiequelle. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/solar-panel-sonnenenergie-energie-2889317" target="_blank">zuluniga0 / pixabay.com</a>, CC0 Creative Commons)
Die Erneuerbare Energien entwickeln sich bis 2040 zur der mit Abstand am schnellsten wachsenden Energiequelle. (Foto: zuluniga0 / pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Durch das schnelle Wachstum der Entwicklungsländer rechnet der Energieriese BP in seinem aktuellen Energy Outlook mit einem steigenden globalen Energiebedarf. Dabei werden die Erneuerbaren in den kommenden Jahren mit Abstand am schnellsten wachsen.

22.02.2018 – Bis zum Jahr 2040 wird die weltweite Nachfrage nach Energie um etwa ein Drittel zulegen, prognostiziert der britische Ölkonzern BP in seinem aktuellen „Energy Outlook 2018“. Grund dafür sei vor allem das schnelle Wachstum der Entwicklungsländer. Der Energiemix wird dann auch vielfältiger sein als jemals zuvor. Auf die nicht fossilen Brennstoffe, Erdöl, Kohle und Gas entfällt jeweils ein Anteil von einem Viertel. Dabei seien die Erneuerbaren Energien die mit Abstand am schnellsten wachsende Energiequelle. Schätzungen von BP zufolge werden sie sich bis 2040 verfünffachen und rund vierzehn Prozent der weltweiten Primärenergie ausmachen.

Damit hat BP seine Wachstumsprognose für die Erneuerbaren erneut nach oben korrigiert. Im vergangenen Jahr gingen die Experten noch davon aus, dass sich die regenerativen Energien bis 2035 vervierfachen und damit einen Anteil von zehn Prozent an der Primärenergie haben werden. Das jährliche Wachstum wurde mit 7,1 Prozent geschätzt, inzwischen jedoch bereits mit 7,6 Prozent.

Erdöl erreicht Nachfragehöhepunkt erst Ende 2030

Außerdem nehmen die Experten an, dass die Nachfrage nach Erdöl über den Großteil des Prognosezeitraums weiter ansteigen und seinen Höhepunkt erst Ende 2030 erreichen wird. Dies sei allerdings dem Wachstum in den Schwellenländern geschuldet, wobei der Transportsektor mehr als die Hälfte des Gesamtwachstums verursacht.

Die Kohle wird als zweitgrößte Energiequelle von der schnell wachsenden Erdgasnachfrage überholt. Grundsätzlich wird die globale Verbrauchskurve der Kohle zwar immer flacher, jedoch wächst die Nachfrage nach Erdgas ebenfalls stark. Die BP-Experten schreiben dies der zunehmenden Industrialisierung und Stromnachfrage in den schnell wachsenden Schwellenländern zu.

Der Prognose zufolge werden China und Indien bis 2040 etwa die Hälfte des weltweiten Energiebedarfs ausmachen. Im Laufe der nächsten zwei Jahrzehnte wird sich allerdings das Wachstum des chinesischen Energiemarktes verlangsamen, da das Thema der Nachhaltigkeit mehr in den Fokus rückt. Dafür soll sich Indien dann ab 2030 zu dem am schnellsten wachsenden Energiemarkt entwickeln. Afrika wird ab 2035 ebenfalls eine immer wichtigere Rolle spielen und einen erheblichen Teil zum globalen Nachfragewachstum beitragen. jk

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