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Energieverbrauch 2015 leicht angestiegen

Im Jahr 2015 ist der Energieverbrauch in Deutschland leicht angestiegen. Im mehrjährigen Vergleich befindet sich der Verbrauch trotzdem noch auf einem insgesamt eher niedrigen Niveau. (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen)
Im Jahr 2015 ist der Energieverbrauch in Deutschland leicht angestiegen. Im mehrjährigen Vergleich befindet sich der Verbrauch trotzdem noch auf einem insgesamt eher niedrigen Niveau. (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen)

Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland etwa ein Prozent mehr Energie als 2014 verbraucht. Begründet wird der Zuwachs vor allem durch die Witterung und die gute Konjunktur. Der Beitrag der Erneuerbaren Energien ist um knapp 10 Prozent gestiegen.

22.03.2016 – Der Primärenergieverbrauch lag 2015 in Deutschland bei 13.306 Petajoule (PJ) – das sind knapp 150 PJ mehr als im vorigen Jahr. Nachdem der Verbrauch zuletzt gesunken war, stieg er nun um knapp ein Prozent an, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen in ihrem aktuellen Bericht. Im Wesentlichen gehe der Zuwachs auf die im Vergleich zu 2014 kühlere Witterung und den damit verbundenen Anstieg der Heizenergie zurück. Allerdings haben auch der Bevölkerungszuwachs sowie die positive Konjunkturentwicklung zu der Zunahme beigetragen.

Ohne den verbrauchssteigernden Einfluss der kühlen Witterung wäre der gesamte Verbrauch allerdings um etwa 0,4 Prozent gesunken. Das begründen die Wissenschaftler unter anderem durch eine gesteigerte Energieeffizienz sowie durch Sparmaßnahmen der Verbraucher. Auch wenn 2015 global gesehen als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung gilt, war die erste Jahreshälfte in Deutschland verglichen mit dem besonders milden Vorjahr etwas kälter.

Anteil der Erneuerbaren Energien um knapp 10 Prozent gestiegen

Bei den einzelnen Energieträgern gab es im vergangenen Jahr unterschiedliche Entwicklungen. Während der Mineralölverbrauch praktisch unverändert blieb, stieg der Verbrauch von Erdgas um fünf Prozent an. Ebenso wie Steinkohle wurde der Energieträger Braunkohle laut den Forschern 2015 weniger stark nachgefragt. Aufgrund der Außerbetriebnahme des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld war die Kernenergie mit einem Minus von etwa sechs Prozent ebenfalls rückläufig.

Der Beitrag der Erneuerbaren Energien hat hingegen insgesamt um knapp zehn Prozent zugenommen. Die Windkraft an Land und See verzeichnete verglichen mit 2014 ein Plus von über 50 Prozent. Die Solarenergie stieg um etwa sieben Prozent an, die Biomasse um zwei. Der Erdgasverbrauch legte um fünf Prozent zu.

Allerdings ist im vergangenen Jahr nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch der Ausstoß von Treibhausgasen leicht angestiegen. Dafür seien laut dem Umweltbundesamt neben der kühleren Witterung auch die hohen Stromexporte sowie die gesunkenen Kraftstoffpreise verantwortlich. Ein Großteil des Verbraucherzuwachses entfiel auf emissionsarme Energieträger, so die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. jk

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