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Nachhaltigkeit: Einfluss der Mitarbeiter auf Innovationen

Das Thema der Nachhaltigkeit ist heutzutage bei immer mehr Betrieben ein prägendes Element der Unternehmensphilosophie. Forscher untersuchen nun, ob nachhaltigkeitsorientierte Mitarbeiter ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringen können. (Foto:
Das Thema der Nachhaltigkeit ist heutzutage bei immer mehr Betrieben ein prägendes Element der Unternehmensphilosophie. Forscher untersuchen nun, ob nachhaltigkeitsorientierte Mitarbeiter ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringen können. (Foto: © Alfonso Jimenez, flickr.com/photos/alfonsojimenez/4760113411, CC BY-SA 2.0)

Das Thema der Nachhaltigkeit ist heutzutage für immer mehr Unternehmen ein prägendes Element ihrer Firmenphilosophie. Forscher untersuchen nun, ob nachhaltigkeitsorientierte Mitarbeiter ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringen können.

20.07.2016 – Ein Blick auf die Entwicklung der Startup-Kultur reicht um zu erkennen, wohin die Reise vieler zukünftiger Unternehmen geht. Immer mehr Firmen setzen auf eine nachhaltige und ökologisch orientierte Unternehmensphilosophie. Wurde vor einigen Jahren noch die Massenproduktion mit einer hohen Austauschbarkeit groß geschrieben, verlangen die Konsumenten heutzutage vielmehr Individualität und Minimalismus. Die Integration der externen Konsumenten in die Innovationsprozesse von Firmen wurde dabei bereits vielfach untersucht. Was bisher allerdings noch weitgehend unerforscht blieb, war der Einfluss interner Konsumenten, also eigener Mitarbeiter, auf Innovationen und damit auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Im Rahmen des BMBF-Projekts IMKoN „Integration von Mitarbeitern als Konsumenten in Nachhaltigkeitsinnovationsprozesse“ wird daher nun durch Wissenschaftler der TU Berlin die Integration nachhaltigkeitsorientierter Mitarbeiter untersucht.

So können Angestellte mit einem sozial-ökologisch ausgerichteten Lebensstil schon deswegen für einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor sorgen, weil sie die Werte eines nachhaltig ausgerichteten Unternehmens auch persönlich teilen. Sie setzen diese am Arbeitsplatz selbstständig um und identifizieren sich mit der Philosophie ihres Arbeitsgebers. Nachhaltig orientierte Mitarbeiter haben aber auch besondere Erfahrungen und Ideen aus ihrem Privatleben, die für ihren Arbeitgeber sehr wertvoll sein können. Sie können dazu beitragen, dass Innovationen praxistauglich und nachhaltig umgesetzt werden können.

Innovationsworkshops mit Praxispartnern

Die Wissenschaftler untersuchen in dem IMKoN-Projekt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit interne Konsumenten tatsächlich zum Erfolg von Innovationsprozessen beitragen können. Dafür wollen die Wissenschaftler zunächst mögliche Formen, Erfolgsfaktoren und Effekte der Mitarbeiterintegration analysieren, um Handlungsempfehlungen für Unternehmen zu entwickeln. Acht unterschiedliche Praxispartner, die sich durch ihre Branche, Größe und Nachhaltigkeitsorientierung unterscheiden, werden dafür in das Projekt integriert. Es werden unter anderem mit den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), der Otto GmbH & Co KG oder der Tchibo GmbH Innovationsworkshops entwickelt, geplant, durchgeführt und ausgewertet.

Inzwischen zeigen die Ergebnisse einer ersten Bestandsaufnahme des Projekts, dass sich die Unternehmen in Bezug auf die unterschiedlichen Fragestellungen sehr stark voneinander unterscheiden. Nachhaltigkeitsorientierte Mitarbeiter scheinen eher zufällig einen Einfluss auf die Innovationsprozesse zu haben. Ende Juni wurde im Rahmen von IMKoN der erste Innovationsworkshop mit der bio verlag GmbH durchgeführt. Dabei wurde erstmals die von den Wissenschaftlern erarbeitete IMKoN-Methode getestet. Das gesamte Projekt läuft noch bis März 2018 und wird wahrscheinlich einen wichtigen Beitrag zur Förderung des unternehmerischen Nachhaltigkeits- und Innovationsmanagements leisten können. jk

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