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Stromerzeugung in DeutschlandErneuerbare Energien überschreiten 40-Prozent-Schwelle

Windkrafträder im Winter
Erstmals hatte die Windenergie einen Anteil von über 20 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung in Deutschland. (Foto: Jaanus Jagomägi auf Unsplash)

2018 haben die Erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 40,4 Prozent an der deutschen Stromerzeugung einen neuen Rekord aufgestellt. Die CO2-Emissionen sind erneut gesunken. Vor allem die Wind- und Solarenergie befinden sich auf Wachstumskurs.

03.01.2019 – Abgezeichnet hatte es sich bereits zum Ende des vergangenen Jahres, doch nun ist es offiziell: Die Nettostromerzeugung aus regenerativen Energiequellen war 2018 in Deutschland so hoch wie noch nie zuvor. Mit einem Anteil von 40,4 Prozent konnten die Erneuerbaren nicht nur den Vorjahresrekord von 38,2 Prozent noch einmal übertreffen, sondern auch die 40-Prozent-Schwelle überschreiten. Das geht aus den Daten vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hervor.

Den größten Anteil daran hatte die Windenergie mit 20,4 Prozent (2017: 19,1 Prozent). Ebenfalls deutlich zugelegt hat 2018 die Solarenergie, auf sie entfiel ein Anteil von 8,4 Prozent an der Nettostromerzeugung (2017: 7,2 Prozent). Der Anteil der Wasserkraft ist von 3,7 Prozent leicht auf 3,2 Prozent zurückgegangen, die Biomasse verzeichnete hingegen mit einem Anteil von 8,3 Prozent (2017: 8,1 Prozent) leichte Zugewinne.

„Deutschland hat 2018 einen Rekordwert beim Erneuerbaren-Anteil erzielt. Das ist erfreulich. Allerdings wird das aktuelle Zubautempo nicht ausreichen, um das 65 Prozent-Ziel bis 2030 zu schaffen“, sagt Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Er fordert daher Sonderausschreibungen für offshore-Windkraftanlagen sowie Investitions- und Planungssicherheit für die gesamte Windbranche. Die Förderung der Akzeptanz sowie des Netzausbaus müssten zudem ganz oben auf der energiepolitischen Agenda stehen.

CO2-Emissionen der Energiewirtschaft 2018 gesunken

Ähnlich wie 2017 hat der gestiegene Anteil von regenerativen Erzeugungsanlagen auch 2018 zu sinkenden Treibhausgasemissionen der Energiewirtschaft geführt, so der BDEW. Gegenüber dem Vorjahr sank der CO2-Ausstoß um ca. 11 Millionen Tonnen. Im Gegensatz zu anderen Sektoren bleibe die Energiewirtschaft damit immerhin auf ihrem Zielpfad, also einer Reduktion von 40 Prozent bis 2020, so Kapferer. „Die Energiewirtschaft ist mit Blick auf die Energie- und Klimaziele eindeutig auf Kurs.“

Ob die Energiewende nun weiter an Fahrt aufnimmt und in diesem Jahr erneut einen Rekordanteil an der Stromerzeugung erreichen kann, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Am 1. Februar wird die Kohlekommission zunächst ihren Abschlussbericht vorlegen – und eventuell die Weichen für einen baldigen Kohleausstieg sowie einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren stellen. jk


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