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Klimapartnerschaft

US-Städte wollen gemeinsam die Energiewende vorantreiben

Die energiegeladene Stadt Chicago bei Nacht
Chicago will bis zum Jahr 2025 bereits alle 900 städtischen Gebäude mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgen. (Foto: pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Um die selbstgesteckten Ausbauziele für Erneuerbare Energien zu erreichen, haben Städte wie Chicago, Boston und Los Angeles ein Bündnis geschlossen. Gemeinsam wollen sie evaluieren, wie sie die Energiewende am effizientesten umsetzen können.

03.08.2018 – Gemeinsam mit anderen Städten hat Chicago bereits im Juni eine Preisschätzung für die Umstellung auf Erneuerbare Energien in Auftrag gegeben. Angeleitet von Bostons Bürgermeister Marty Walsh will die Stadt zusammen mit Los Angeles, Houston, Portland (Oregon), Orlando, Florida und Evanston (Illinois) abschätzen lassen, wie sich eine Energiewende am effizientesten umsetzen lässt. Im Fokus steht dabei die Versorgung öffentlicher städtischer Gebäude.

Man wolle dadurch nicht nur die CO2-Emissionen der Städte senken und so zur Einhaltung der Pariser-Klimaziele beitragen, sondern auch saubere Arbeitsplätze schaffen. Dadurch könne das Problem des Klimawandels angegangen werden und gleichzeitig eine „gesunde, blühende Zukunft“ durch die Zusammenarbeit aufgebaut werden, so Walsh gegenüber dem Renewable Energy Magazine.

100 Prozent Erneuerbare Energien bis 2025

Chicago hat sich dabei sehr ehrgeizige Ziele gesteckt. Die Stadt im US-Bundesstaat Illinois will bis zum Jahr 2025 bereits alle 900 städtischen Gebäude mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgen. Dafür wurden bereits Kohlekraftwerke abgeschaltet und Solaranlagen auf den Dächern von Schulen installiert.

Zukünftig sollen weitere PV-Anlagen folgen und durch den Zubau von Windkraftanlagen ergänzt werden. Beim wichtigen Thema der Energieeffizienz bleibt Chicago ebenfalls nicht untätig. So wird in den nächsten vier Jahren ein intelligentes Beleuchtungssystem installiert. Die rund 270.000 LED-Lampen verbrauchen dann zwischen 50 und 75 Prozent weniger Energie, berichtet das Nachrichtenportal UrbanMatter.

Durch den Zusammenschluss erhoffen sich die Städte nun günstigere Konditionen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, als wenn sie die Aufträge einzeln vergeben würden. Ein positiver Nebeneffekt: Die Erneuerbaren-Branche könnte durch die Größe der Aufträge sowie Planbarkeit der Investitionen eine größere Sicherheit erlangen. jk


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