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Gebäudeintegrierte PhotovoltaikSolar Decathlon kommt erstmals nach Deutschland

Viele Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr, um die Solarhäuser der Studententeams aus aller Welt zu besichtigen, hier beim Solar Decathlon 2009, National Mall in Washington.
Viele Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr, um die Solarhäuser der Studententeams aus aller Welt zu besichtigen, hier beim Solar Decathlon 2009, National Mall in Washington.

Der studentische Wettbewerb Solar Decathlon Europe für das innovativste solare Gebäude findet 2021 erstmals in Deutschland statt. Energiewende und Klimaschutz im urbanen Quartier stehen dabei im Fokus. Ab März können sich Hochschulteams bewerben.

20.02.2019 – Engagierte Studenten von Hochschulen aus der ganzen Welt beteiligen sich seit etlichen Jahren beim Gebäude-Energiewettbewerb Solar Decathlon. 2002 in den USA gestartet, zeigten Teilnehmer bei dem solaren Zehnkampf bereits 13 Mal rund um den Globus, was solare Architektur mit gebäudeintegrierter Photovoltaik alles kann. Im November 2018 wurde der Wettbewerb zuletzt in Dubai ausgetragen. Deutsche Hochschulen nahmen bereits mehrfach erfolgreich teil. Seit 2010 stehen beim europäischen Solar Decathlon Plusenergiehäuser im Fokus des Wettbewerbs.

Solar Decathlon goes urban

Der Solar Decathlon Europe fand zuletzt 2014 in Frankreich statt, in diesem Jahr in Ungarn – und 2021 ist die deutsche Stadt Wuppertal an der Reihe. Erstmals stehen dann Energiewende und Klimaschutz mitten in einem städtischen Quartier im Fokus. Im Mirker Quartier auf dem Utopiastadt-Campus soll das Event 2021 stattfinden. Das Team mit der Bergischen Universität Wuppertal, der Stadt Wuppertal, dem Wuppertal Institut, der Initiative Utopiastadt und der Neuen Effizienz wurde bei einem Ideenwettbewerb innerhalb der Förderinitiative EnEff.Gebäude.2050 mit seinem Vorschlag Solar Decathlon goes Urban mit dem ersten Platz ausgezeichnet – und schließlich wurde Wuppertal damit Austragungsort des nächsten Solar Decathlon beim europäischen Call for Cities der Energy Endeavour Foundation.

Energiewende im Quartier

Beim Solar Decathlon bauen die Studenten-Teams ihre solaren Häuser auf einem ausgewiesenen freien Areal auf – um sie dann später wieder zu demontieren. Im städtischen Quartier geht es vor allem um das Sanieren, Anbauen, Umbauen, Aufstocken oder darum, Baulücken zu schließen. Ressourceneffizienz, Suffizienz, Klimaschutz und recyclinggerechtes Bauen müssen dabei berücksichtigt werden. Der urbane Solar Decathlon setzt daher auch auf eine integrierte und partizipative Quartiers- und Gebäudeentwicklung.

Klimaschutz auf die Straße bringen

Das Wettbewerbskonzept wird Teil eines breit angelegten Reallabors, in dem verschiedene wissenschaftliche und praxisnahe Akteursgruppen die Kriterien für den Wettbewerb gemeinsam entwickeln und damit Ideen für mehr Klimaschutz auf die Straße bringen können. Basierend auf realen Sanierungsbeispielen im Quartier sollen unterschiedliche Bauaufgaben im Bestand geplant, umgesetzt und wissenschaftlich begleitet werden. Daneben sollen während des Wettbewerbs Demonstrationsobjekte auf dem Utopiastadt Campus realisiert werden – darunter auch Gebäude, die längerfristig im Rahmen eines sozio-technischen Living Lab NRWs genutzt werden sollen.

„Die Ausrichtung des Solar Decathlon ist ein weiterer schöner Meilenstein in der Entwicklung Wuppertals zu einem der führenden urbanen Erprobungsräume für nachhaltige Zukunftsentwürfe“, sagt der Präsident des Wuppertal Instituts Prof. Uwe Schneidewind. Das aufstrebende Mirker Quartier in Wuppertal mit seinem lebendigen und multikulturellen Charakter und seinen rund 800 Gebäuden bilde dazu den Kontext der Aufgabe. Das gründerzeitlich geprägte Quartier stehe schon heute für spannende urbane Entwicklungen und habe sich bereits zu einem Reallabor mit überregionaler Strahlkraft entwickelt. Der erste Urban Solar Decathlon solle Studierende ermutigen, ihre kreativen Ideen in die Praxis umzusetzen und diesen Weg gemeinsam mit der Industrie und lokalen Akteursgruppen zu gestalten.

Die studentischen Teams können sich ab März bis Herbst 2019 bewerben. Noch vor dem Jahreswechsel 2020 sollen Bewerber erfahren, ob sie im September 2021 im Finale antreten. Dann bleiben den Teams noch zwei Jahre Zeit, ihre solaren Häuser zu planen und in Wuppertal aufzubauen. Es wird spannend. na


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