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Solarenergie weltweitPhotovoltaik erreicht 500-Gigawatt-Meilenstein

PV-Paneele im Weltraum an einem Satelliten
Von der Weltraumtechnologie längst mit zur günstigsten Form der regenerativen Stromerzeugung auf der Erde avanciert: die Photovoltaik. (Foto: pxhere / CC0 Öffentliche Domäne)

Weltweit sind aktuell rund 500 Gigawatt Photovoltaik installiert. Stark gesunkene Preise machen Solarstrom in vielen Regionen der Welt schon zur günstigsten Energieform. Deutschland hat seinen Vorreiterstatus verloren und sollte endlich nachziehen.

28.01.2019 – Ausstieg aus der Kohleverstromung: Bis 2038 soll es nun laut Kohlekommission so weit sein. Viel zu langsam, kritisieren viele Umweltverbände, doch immerhin ein Anfang und Kompromiss, sagen jene, die auf Seiten der Umweltverbände mit in der Kommission saßen. Kohleausstieg bedeutet zumindest wieder einen verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien, sollte man meinen. An Wind- und Sonnenenergie gilt es weltweit, das riesige Potenzial zu nutzen.

In der Photovoltaik-Technologie wurde gerade erst ein neuer Meilenstein erreicht, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW): Weltweit seien nun –  auf Basis aktueller Markteinschätzungen – Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 500 Gigawatt installiert. Allein im vergangenen Jahr kamen demnach rund 100 Gigawatt hinzu. „Die als Weltraumtechnologie gestartete Photovoltaik ist innerhalb weniger Jahrzehnte extrem preiswert geworden und heute bereits in vielen Regionen und Marktsegmenten die günstigste Form der Stromerzeugung“, kommentiert BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig die erfreuliche Entwicklung.

Während in Deutschland aktuell Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von rund 46 Gigawatt installiert sind, wurde der einstige Vorreiter jedoch nach schwachem Photovoltaik-Zubau in den vergangenen Jahren mittlerweile von China  mit 174 Gigawatt, den USA mit 63 Gigawatt  und Japan mit 60 GW bereits  überholt. Die Entwicklung in Deutschland ist hausgemacht. Die Politik der letzten Jahre hat dem Ausbau der Erneuerbaren fast nur Steine in den Weg gelegt. „Der Kohleausstieg gelingt nur mit einem starken Ausbau der Erneuerbaren Energien“, adressiert Körnig in diesem Sinne eindringlich an die politisch Verantwortlichen, „deshalb sollte die Bundesregierung das volle Potenzial der preiswerten Photovoltaik nutzen und unsinnige Hemmnisse wie den 52-GW-Deckel beseitigen.“

Die Sonderausschreibungen für Wind- und Solarparks seien indes immerhin ein positives Signal. Bis zum Jahr 2021 sollen große Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 4 Gigawatt ausgeschrieben werden. Photovoltaik-Kraftwerke seien gerade auch für ehemalige Tagebaugebiete eine Riesenchance, so Körnig. „Bei einer intelligenten Energie- und Wirtschaftspolitik könnte der für die Klimaziele erforderliche Ausbau der Photovoltaik insbesondere in strukturschwachen Regionen zahlreiche Jobs sichern und Wertschöpfungschancen bieten.“ Nun muss die Politik also nur noch ihre Intelligenz bemühen und die daraus resultierenden Ergebnisse auch mal umsetzen. Schon einmal wurde eine kleine Solarindustrie im Osten Deutschlands aufgebaut und dann politisch wieder kaputtreguliert. Bittere Erfahrungen für ganze Regionen, einhergehend mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. Eine aktuelle Umfrage zeige nun, so der BSW, dass 73 Prozent der vom Strukturwandel besonders betroffenen Einwohner der ostdeutschen Bundesländer der Meinung seien, dass die Bundesregierung mit ihrer Politik sicherstellen sollte, dass genug Solaranlagen gebaut werden, um die Klimaziele zu erreichen. Dem Wunsch sollte jetzt schleunigst nachgegangen werden. na


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