TOP-THEMA
Europawahl




Photovoltaikzubau lag im Januar bei 83 Megawatt

Auf dieser ehemaligen Aschedeponie in Nordthüringen wurde die Photovoltaikanlage Nordhausen errichtet (Foto: © greenXmoney, flickr.com/photos/greenxmoney/16298410546, CC BY-ND 2.0)
Auf dieser ehemaligen Aschedeponie in Nordthüringen wurde die Photovoltaikanlage Nordhausen errichtet (Foto:  greenXmoney auf flickr /CC BY-ND 2.0)

Im Januar wurden in Deutschland laut Bundesnetzagentur Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 83 Megawatt hinzugebaut. Darunter fielen neun Freiflächenanlagen mit knapp 18 Megawatt sowie auch viele Nachmeldungen älterer PV-Anlagen.

03.03.2016 – Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 83,242 Megawatt sind im Januar in Deutschland neu registriert worden, meldete die Bundesnetzagentur am Montag. Damit erhöhte sich der Zubau zum neuen Jahr nur unwesentlich. Jedoch wurden im Januar immerhin neun Solarparks im Anlagenregister der Bundesnetzagentur angemeldet. Die Leistung der neu installierten PV-Freiflächenanlagen summiert sich damit für den Monat auf 17,949 Megawatt.

Außerdem wurden im Januar weitere 3.228 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 65 Megawatt registriert. Davon konnten über zwei Drittel auch tatsächlich in diesem Monat in Betrieb genommen werden, die restlichen Anlagen waren Vor- und Nachmeldungen. Auch bei den Photovoltaik-Freiflächenanlagen lag die tatsächliche Inbetriebnahme nur bei drei Anlagen im Januar.

Ausbaukorridor bremst Photovoltaikzubau

Der jüngste Entwurf zur EEG-Reform trägt nicht zu einer Beschleunigung des Photovoltaikzubaus bei. Für PV-Freiflächenanlagen ist ein Ausbauvolumen von nur 500 Megawatt vorgesehen. Das Förderungsniveau von Solaranlagen blieb dagegen relativ konstant. Je nach der genauen Größe der Anlage liegen die Einspeisetarife zwischen 12,31 und 8,53 Cent pro Kilowattstande. Bei der verpflichtenden Direktvermarktung ist die Erlösobergrenze zwischen 12,7 und 8,91 Cent pro Kilowattstunde festgelegt.

Da der akkumulierte Zubau von Photovoltaikanlagen derzeit unter 1.500 Megawatt liegt, wird es wahrscheinlich auch in den kommenden Monaten keine Senkung der PV-Einspeisetarife geben. Für einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland ist eine entsprechende Gesetzgebung erforderlich. Bereits im letzten Jahr blieb der Photovoltaikausbau deutlich hinter dem jährlichen Ausbauziel der Bundesregierung zurück. In der Bundesregierung wird in den kommenden Tagen über den aktuellen EEG-Entwurf abgestimmt. Danach können nur noch die Bundesländer sowie die Parlamente Änderungen erzwingen. jk

Neuen Kommentar schreiben


Name: *
E-Mail: *
(wird nicht veröffentlicht)
Nicht ausfüllen!


Kommentar: *

max 2.000 Zeichen