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Studie zu Grünflächen unter Solaranlagen

Freiflächen-Solaranlagen werden häufig auf Brachflächen oder – wie hier in Rüdersdorf bei Berlin – auf ehemaligen Mülldeponien errichtet und die Bodenflächen darunter neu bepflanzt – ein doppelter Gewinn für Klima und Umwelt. (Foto: Nicole Al
Freiflächen-Solaranlagen werden häufig auf Brachflächen oder – wie hier in Rüdersdorf bei Berlin – auf ehemaligen Mülldeponien errichtet und die Bodenflächen darunter neu bepflanzt – ein doppelter Gewinn für Klima und Umwelt. (Foto: Nicole Allé)

Britische Forscher haben die klimatischen Auswirkungen von Freiflächen-PV-Anlagen auf Bodenflächen untersucht. Die Studie soll Landwirten Informationen liefern, welche Pflanzen sie darunter anbauen sollten und inwieweit Synergieeffekte nutzbar sind.

12.08.2016 – Laut einer Schätzung der IEA wird bis zum Jahr 2020 die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen bei über 400 Gigawatt weltweit liegen, Der Bau von Freiflächen-Solaranlagen nimmt stetig zu und löst mitunter eine Debatte über die Nutzung von Bodenflächen aus 

Entlang von Autobahnen oder Bahntrassen finden Freiflächen-Solaranlagen Platz, auch auf ehemaligen Müllhalden oder ehemaligem Militärgelände. Häufig wird darunter Wiese angepflanzt, Schafe können bspw. dort grasen. Da der Bau von Solarparks ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und Reduzierung von CO2-Emissionen ist, haben sich Wissenschaftler mit den weiteren Umweltaspekten beschäftigt und sehen gerade in der Vegetation im Umfeld einen Zugewinn wie sie es in den Journal Environmental Research Letters erläutern.

Wo machen Freiflächen-PV-Anlagen am meisten Sinn, wie wirken sie sich auf das Klima und Ökosystem der bebauten Gebiete aus? Dieser Frage sind die britischen Forscher der Lancaster University und des Lancaster Environment Centre in einer Studie nachgegangen und haben dabei herausgefunden, inwiefern die PV-Anlagen mit ihrer Verschattung Einfluss auf die Temperatur und somit das Pflanzenwachstum haben, und – daraus resultierend – auch auf den Artenreichtum. Dafür wurden die Bodenflächen unter den Solaranlagen mit entsprechenden Kontrollflächen verglichen. Die Menge an Pflanzenbiomasse als auch die verschiedenen Pflanzenarten waren zwischen den Anlagen viel höher als direkt unter den Solarmodulen. Ein Grund dafür, so vermuten die Forscher, ist die um bis zu fünf Grad niedrigere Temperatur unter den PV-Modulen als auf den Vergleichsflächen.

Für sehr warme und besonders sonnige Regionen wäre das ein interessanter Aspekt, so die Forscher, und sollte genutzt werden. Hier könnten im Schatten der PV-Module nicht nur Schafe grasen, sondern auch Pflanzen angebaut werden, die unter der starken Sonneneinstrahlung sonst nicht gedeihen würden. Spannend sei das auch in Regionen, wo Wasser eher knapp ist, sagen die Forscher – dort könnte die Verdunstung verringert werden. Das auf den großen Flächen der Solarmodule anfallende Wasser könnte zudem gesammelt und zur Bewässerung wiedergenutzt werden.

Die Studie solle insgesamt dazu beitragen, so die Studienautoren, das Pflanzenwachstum zu verbessern und die Artenvielfalt zu vergrößern und Landwirten die richtigen Informationen für den geeigneten Anbau liefern. na

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