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Rekordhitze2018 wärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn

Ausgetrockneter Fluss
Die große Trockenheit im Jahr 2018 hat deutschlandweit zu Wassermangel in den Flüssen geführt. (Foto: pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Obwohl noch ein paar Tage fehlen, steht jetzt schon fest: 2018 ist das wärmste Jahr in Deutschland seit Messbeginn. Damit fallen nun schon acht der neun heißesten Jahre in das 21. Jahrhundert. Der Klimawandel hat Deutschland fest im Griff.

21.12.2018 – Prognostiziert hatten es die Forscher vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bereits im November. Nun ist es offiziell: So warm wie in diesem Jahr war es seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie. Mit 10,4 Grad Celsius hat 2018 das vorherige Rekordjahr 2014 um 0,1 Grad übertroffen. Das geht aus einer Pressemitteilung vom DWD hervor. Verglichen mit dem vieljährigen Deutschlandmittel zwischen 1961 und 1990 übertraf das Jahr 2018 die Durchschnittstemperatur um 2,2 Grad.

„Das ist ein trauriger Rekord“, erklärt Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes. „Hinter uns liegt ein außergewöhnliches Wetterjahr.“ In der Tat begann die Rekordtemperaturen bereits im April und Mai. Danach folgte ein Rekordsommer mit extremer Hitze und großer Trockenheit.

2018 ist das wärmste Jahr in Deutschland seit 1881

Gemessen hat der DWD die Temperaturen in Deutschland bis zum 19. Dezember. Für die restlichen Tage des Jahres wurden Abschätzungen des Witterungsverlaufs durch die mittelfristige Wettervorhersage des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage vorgenommen.

Damit fällt nun bereits das achte von neun besonders heißen Jahren seit 1881 in das 21. Jahrhundert. „Diese auffällige Ballung warmer Jahre zeigt ganz klar: Die Erwärmung ist ungebremst, der Klimawandel hat Deutschland im Griff“, so Becker.

Die Kombination von heiß und extrem trocken macht 2018 einzigartig

Neben dem Temperaturhöchstwert zeichnen sich für das Jahr noch weitere Rekorde ab. So könnte 2018 mit weit über 2.000 Sonnenstunden auch das sonnenscheinreichste Jahr in Deutschland seit dem Aufzeichnungsbeginn 1951 werden. Selbst im Rekordjahr 2003, das durchschnittlich auf 2.014 Sonnenstunden kam, hätte die Sonne damit weniger oft geschienen. Den Prognosen nach könnte 2018 außerdem auch zu den drei trockensten Jahren seit 1881 gehören. Die geringsten Niederschlagsmengen gab es bisher 1959 mit 551 Litern pro Quadratmeter. jk


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