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Gemeinsam gegen den KlimawandelKlimaschutz kommt in die Volkshochschule

Karikatur zum Thema Klimawandel
Die Folgen des Klimawandels sind spürbar, auch wenn manch einer das nicht wahrhaben will. (Bildquelle: Wikimedia Commons / Von Gerhard Mester - Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V., CC BY-SA 4.0)

Viele Menschen fühlen sich über die Medien ausreichend zum Thema Klimawandel informiert. Doch zu den regionalen Folgen des Klimawandels fehlt oft das Knowhow – die Volkshochschule bietet nun eine Fortbildung für Klimaretter vor Ort an.

14.12.2018 – Während sich die Weltgemeinschaft im polnischen Katowice weiter um die Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele streitet, steigen die CO2-Emissionen weltweit kontinuierlich an. Längst ist der Klimawandel in Europa angekommen und hat viele Menschen für das Thema sensibilisiert. Zunehmend müssen sich Menschen auch hierzulande mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen. Die durch den Klimawandel bedingten Wetterveränderungen sind große Herausforderungen beim Thema Klimaanpassung, warnen Experten, und das nicht erst in einigen Jahrzehnten, sondern heute. Doch sobald Hitzetage und Dürren, Starkregen und Überschwemmungen wieder vorbei sind, vergessen die meisten das Thema auch schnell wieder. Aber vielerorts ist es einfach nicht mehr zu übersehen, dass neben Klimaschutz auch bereits eine Klimaanpassung notwendig wird.

Prävention und Anpassung

Doch beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels hat Deutschland Defizite - wie auch beim Klimaschutz. „Viele fühlen sich zwar über die globalen Auswirkungen des Klimawandels gut informiert, wissen aber nicht, was das für Deutschland oder für bestimmte Regionen in Deutschland bedeutet“, sagt Bettina Münch-Epple, Leiterin der Bildungsabteilung des WWF Deutschland. Und hier setzt der neue Volkshochschulkurs klimafit an. Darin soll Know-how im Umgang mit den Folgen des Klimawandels vermittelt werden – um diese „so gering wie möglich zu halten und sich bestmöglich anzupassen“. An sechs Kursabenden zwischen Februar und April 2019 lernen die Teilnehmenden die Ursachen des Klimawandels sowie seine regionalen Auswirkungen kennen und werden darin geschult, in ihren Gemeinden eigene Maßnahmen zum Klimaschutz zu entwickeln.

Kommunalen Klimaschutz stärken

„Extreme wie Dürren einerseits und Überschwemmungen andererseits bedrohen Existenzen und verursachen Millionenschäden“, so Klaus Grosfeld, Geschäftsführer des Helmholtz-Verbundes Regionale Klimaänderungen REKLIM, der den Fortbildungskurs gemeinsam mit dem WWF Deutschland entwickelt hat. Einige Regionen Deutschlands, wie beispielsweise der Südwesten oder der Norden, seien bereits besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen: „Hier beobachten wir einen deutlichen Anstieg von extremen Wetterereignissen“, so Grosfeld. Deshalb sei es wichtig, sich in den Kommunen zu vernetzen und diese mit Knowhow für Klimaschutzmaßnahmen und Prävention von Klimawandelfolgen zu machen.

Der Kurs wird bundesweit an 16 Standorten angeboten, fokussiert auf bereits stark betroffene Regionen: Bremen, Bremerhaven, Eckernförde, Emden, Greifswald, Hamburg, Rostock, Bad Säckingen, Bad Krozingen, Bühl (Landkreis Rastatt), Emmendingen, Ettlingen, Freiburg i. B., Heidelberg, Offenburg und Singen profitieren von der Klimafit-Kampagne. Anmeldungen sind über die jeweiligen Volkshochschulen möglich.


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