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CO2-neutral bis 2050Niederlande beschließen ehrgeiziges Klimagesetz

Die Treibhausgasemissionen sollen in den Niederlanden um 95 Prozent bis 2050 gegenüber 1990 reduziert werden. (Foto: pixabay.com, CC0 Creative Commons)

Die Niederlande haben kürzlich das nach eigenen Angaben ehrgeizigste Klimagesetz der Welt ins Leben gerufen. Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen um 95 Prozent reduziert werden. Dafür will die Regierung alle fünf Jahre neue Klimapläne vorlegen.

04.07.2018 – Die Niederlande haben sich mit der Zustimmung zu einer parteiübergreifenden Initiative zu mehr Klimaschutz verpflichtet. Das Ende Juni beschlossene Klimagesetz sieht vor, dass die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 49 Prozent und bis 2050 um stolze 95 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 reduziert werden.

Erreichen will man diese ambitionierten Ziele durch einen innovativen Mechanismus. So soll die niederländische Regierung alle fünf Jahre einen neuen Plan vorlegen, der Strategien und Zwischenziele der kommenden Jahre festhält. Dieser Fünfjahresplan wird dann alle zwei Jahre evaluiert und gegebenenfalls überarbeitet.

„Die Niederlande haben heute das ehrgeizigste Klimagesetz der Welt ins Leben gerufen“, teilte Jesse Klaver, Parteivorsitzender der niederländischen Grünen „GroenLinks“, bei Twitter mit.

„Das Pariser Abkommen war bahnbrechend für die Welt. Das niederländische Klimagesetz ist bahnbrechend für die Niederlande“, so Klaver weiter. Seine Partei bekämpfe die Erderwärmung seit 25 Jahren. Nun hätten sich sieben Parteien mit einer breiten Palette politischer Ideologien auf ein niederländisches Klimagesetz geeinigt, das derzeit das ambitionierteste Klimaschutzgesetz der Welt sei.

Zukünftig findet in den Niederlanden nun an jedem vierten Donnerstag im Oktober ein „Nationaler Klimatag“ statt. An diesem Tag wird die Regierung den Fortschritt bei der Treibhausgasminderung vermelden und falls erforderlich auch zusätzliche Maßnahmen ankündigen, um die Reduktionsziele zu erreichen.

Erst kürzlich hatte sich die niederländische Regierung zu einem kompletten Erdgasausstieg durchgerungen, nachdem die Gasförderregion Groningen immer häufiger von Erdbeben erschüttert wurde. Seit dem 1. Juli dürfen deshalb in Neubauten keine Heizungen mehr eingebaut werden, die mit Erdgas betrieben werden. Dafür sollen nun vermehrt Wärmepumpen zum Einsatz kommen, die von Photovoltaik-Dachanlagen gespeist werden. Alternativ soll außerdem vermehrt industrielle Abwärme verwendet sowie die Möglichkeiten der Geothermie erschlossen werden. jk


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