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Deutscher Energieverbrauch steigt wieder

Der deutsche Energieverbrauch stieg im ersten Halbjahr 2016 um 1,6 Prozent. Bereits 2015 war der Verbrauch um 1,1 Prozent gestiegen. (Foto: CC0 Public Domain, pixabay.com)
Der deutsche Energieverbrauch stieg im ersten Halbjahr 2016 um 1,6 Prozent. Bereits 2015 war der Verbrauch um 1,1 Prozent gestiegen. (Foto: CC0 Public Domain, pixabay.com)

Der deutsche Energieverbrauch ist in der ersten Jahreshälfte 2016 wieder angestiegen. 1,6 Prozent mehr Energie wurde in Deutschland verbraucht. Als Grund nennen die Statistiker das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum sowie die kühlere Witterung.

17.08.2016 – Die für die Berechnungen zuständige AG Energiebilanzen machte außerdem in kleinem Maße den durch das Schaltjahr zusätzlichen Tag für den Anstieg des Energieverbrauchs verantwortlich. Gedämpft wurde der Zuwachs demnach durch eine verbesserte Energieeffizienz. Insgesamt ist der Energieverbrauch in den ersten sechs Monaten in Deutschland um 1,6 Prozent gestiegen und machte 6.821 Petajoule (PJ) beziehungsweise 232,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) aus. „Der Energieverbrauch zieht merklich an“, kommentierten die Statistiker.

Bereits 2015 lag der Energieverbrauch gut ein Prozent über dem Vorjahr. Dafür hatte die AG Energiebilanzen ebenfalls die kühle Witterung sowie die positive Konjunkturentwicklung und das Bevölkerungswachstum verantwortlich gemacht. Im ersten Halbjahr 2016 nahm besonders der Erdgasverbrauch mit 6,8 Prozent zu, sowie die Erneuerbaren Energien. Sie steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch um 2,8 Prozent. Während die Windenergie um 8 und Biomasse um 2 Prozent zulegten, verzeichnete die Solarenergie ein Minus von 4 Prozent.

Mineralölverbrauch steigt

Damit setzt sich der Trend von 2015 fort. Im vergangenen Jahr nahm der Verbrauch von Erneuerbaren Energien sogar um 9,9 Prozent zu, Erdgas steigerte sich um 5 Prozent. Die Nutzung von Stein- und Braunkohle ging nur leicht zurück, in den ersten sechs Monaten 2016 um 1,9 bzw. 1,6 Prozent. Um ganze 15,4 Prozent sank der Anteil der Kernenergie. Einen deutlichen Anstieg von 4,1 Prozent konnte der Mineralölanteil verbuchen.

Beim Dieselkraftstoff gab es sogar einen Anstieg von 8 Prozent, Ottokraftstoff nahm um knapp 1 Prozent zu, der Verbrauch an Flugkraftstoff stieg um knapp 4 Prozent. Der Absatz von leichtem Heizöl verzeichnete einen Zuwachs von 9 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Der Hauptgrund für den Anstieg des Mineralölverbrauchs dürfte der gesunkene Ölpreis sein. cw

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