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Dezentrale EnergiewendeMieterstrom kommt in den Norden

PV-Anlage auf einem Berliner Hausdach
Der Ökoenergie-Versorger NATURSTROM hat bereits deutschlandweit erfolgreich Mieterstrom-Projekte realisiert. (Foto: Clemens Weiß)

Solarenergie vom eigenen Dach zu nutzen ist beliebt und auch für Mieter möglich, mit dem Mieterstrommodell. Die Umsetzung hat noch ihre Tücken. Im Norden Deutschlands hat der Öko-Energieversorger NATURSTROM drei große Projekte an den Start gebracht.

11.02.2019 – In Hamburg und Umgebung realisiert NATURSTROM drei Mieterstromprojekte: Über 250 Haushalte in mehreren Mehrfamilienhäusern können dort in Zukunft hausgemachten Solarstrom direkt vom Dach nutzen. Der Öko-Energieversorger hat sich des komplexen Themas angenommen und bundesweit bereits mehr als 40 Mieterstromprojekte in den verschiedensten Konstellationen verwirklicht. Denn die Nachfrage von Hauseigentümern und ihren Mietern war groß: Vielen Menschen ist es mittlerweile ein Bedürfnis, an der Energiewende mitzuwirken. Mit Genossenschaftsmodellen oder eben dem Mieterstrommodell wird das möglich. „Unsere Projekterfahrung der vergangenen Jahre haben wir genutzt, um in diesem chancenreichen wie komplexen Geschäftsfeld zahlreiche Prozesse zu standardisieren“, sagt NATURSTROM-Vorstand Tim Meyer. „So können wir mehrere Projekte parallel umsetzen – effizient, zügig und kostengünstig.“

Mieterstrom ist vielfältig

Die drei neuen Projekte im Norden zeigen denn auch die Vielfalt des Geschäftsfelds: Im Hamburger Stadtteil Rahlstedt hat der Mieterstrom-Spezialist kürzlich Photovoltaikanlagen mit insgesamt 66 Kilowattpeak auf drei Dächern eines Neubau-Areals in Betrieb genommen. Im benachbarten Lüneburg wird gerade ein Projekt im Wohnungsbestand abgeschlossen: Eine Solaranlage mit 75 Kilowattpeak ergänzt künftig ein bestehendes Blockheizkraftwerk mit 20 Kilowatt elektrischer Leistung. Alle 35 Wohneinheiten des Gebäudes haben sich für die Mieterstrombelieferung entschieden – gerade im Bestand ist dieser hohe Zuspruch selten.

Mehrwert auf allen Ebenen

Ein komplett neues Stadtquartier errichtet der Bauverein der Elbgemeinden eG (BVE), Hamburgs größte Wohnungsgenossenschaft, im ehemaligen Arbeiterviertel Barmbek. Hier wird auf einem 8.800 Quadratmeter großen Areal Wohnraum für 156 Familien geschaffen, die schon bald mit einem Mix aus sauberer Energie vom Hausdach und Ökostrom aus dem Netz versorgt werden. „Unseren Mitgliedern können wir im dortigen Neubau nicht nur guten und bezahlbaren Wohnraum bieten, sondern zusammen mit unserem Partner NATURSTROM auch eine ökologische und zugleich günstige Stromversorgung vom eigenen Dach“, sagt BVE-Vorstand Axel Horn. Mit einer installierten Leistung von 99 Kilowattpeak und einem erwarteten Jahresertrag von 88.000 Kilowattstunden werden die Photovoltaikanlagen voraussichtlich knapp ein Drittel des Strombedarfs im Gebäude abdecken.

Solarenergie auf mindestens 5.000 Hamburger Dächern bis 2020

Der Mieterstrom-Pionier hat nun schon viel Erfahrung gesammelt: Vom kleinen Mehrfamilienhaus bis hin zum Quartier für 1.000 Menschen, vom modernen Neubau bis zur Bestandsimmobilie, privat oder gewerblich genutzt, mit Photovoltaik oder Blockheizkraftwerk. Als Unterstützer der Solaroffensive Hamburg, einem offenen Bündnis aus Energiewendeunternehmen, Verbraucherschutzorganisationen und vielen weiteren Akteuren, setzt sich das Unternehmen dafür ein, bis 2020 Solarenergie auf mindestens 5.000 Dächer der Elbmetropole zu bringen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Aktuell prüft der Hamburger Senat, ob bei der Planung von Neubauten zukünftig die Installation von Photovoltaikanlagen mitgedacht werden muss. Eine derartige Entscheidung wäre ein wichtiges Signal für die Immobilienwirtschaft sowie für andere Städte und Kommunen in Deutschland. tl/na


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