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Globale UmfrageDie Angst vor dem Klimawandel wächst

Schüler und Studenten auf einer Fridays-for-Futire-Demonstration vor dem Kanzleramt in Berlin.
Schüler und Studenten auf einer Fridays-for-Futire-Demonstration vor dem Kanzleramt in Berlin. (Foto: Clemens Weiß)

Die Menschen sehen im Klimawandel eine größere Bedrohung, als durch die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ oder Cyberattacken. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, bei der über 27.000 Menschen aus 26 Ländern befragt wurden.

14.02.2019 – Weltweit empfindet eine Mehrheit der Menschen den Klimawandel als die größte Bedrohung für Sicherheit und globalen Wohlstand. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich eine repräsentative Umfrage des Washingtoner Pew Research Centers. Demnach bezeichneten 67 Prozent der Befragten den Klimawandel als die größte Gefährdung, noch vor der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (62 Prozent) oder Cyberattacken (61 Prozent). Befragt hatte das Forschungszentrum im Sommer vergangenen Jahres 27.612 Personen aus 26 Ländern.

Damit ist die Umfrage zum gleichen Ergebnis gelangt, wie der aktuelle Risikobericht des Weltwirtschaftsforums, der im Januar in Davos vorgestellt wurde. Darin wurde der Klimawandel als die existentiellste Herausforderung der Menschheit eingeschätzt – Umweltkrisen gehören im nächsten Jahrzehnt zu den größten Risiken. So sei die Zunahme von Wetterextremen und Naturkatastrophen schon jetzt äußerst kritisch.

Immer mehr Menschen empfinden den Klimawandel als Bedrohung

Die nun veröffentlichte Umfrage des Pew Research Centers zeigt, dass globale Klimaveränderungen deutlich mehr Menschen beunruhigen, als noch vor einigen Jahren. 2013 gaben immerhin 56 Prozent der Befragten an, dass der Klimawandel eine große Bedrohung für ihr Land sei.

Damit ist der Klimawandel inzwischen in 13 Ländern zur Hauptsorge der Befragten aufgestiegen. Mit einer Zustimmung von 90 Prozent trifft dies vor allem auf Griechenland zu, mit 71 Prozent jedoch auch immer deutlicher auf Deutschland.

Einfluss der politischen Gesinnung

Dabei empfinden die Anhänger rechtspopulistischer Parteien den Klimawandel als deutlich weniger bedrohlich als andere Befragte. So ist in Deutschland die Sorge von AfD-Sympathisanten um 28 Prozentpunkte geringer, als von Personen, die der AfD abgewandt sind. Ähnliche Zusammenhänge zeichnen sich auch im Vereinigten Königreich, in Frankreich, den Niederladen und in Schweden ab.

Auch im vergangenen Jahr haben die klimatischen Bedingungen erneut gezeigt, dass die Umfrageergebnisse nicht aus der Luft gegriffen sind. Schließlich ging in Deutschland 2018 als das heißeste Jahr seit Messbeginn in die Geschichte ein. Übertroffen wurde damit sogar das vorherige Rekordjahr 2014. Die Schäden durch Naturkatastrophen beliefen sich für Versicherer zudem weltweit auf rund 160 Milliarden US-Dollar, woran der Klimawandel einen großen Einfluss hatte. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen die Folgen der Klimaveränderungen als eine ernsthafte Bedrohung empfinden. jk


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