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Forschung für ein Energiesystem der Zukunft

Fit für das Energiesystem der Zukunft (Foto: © Fraunhofer ISE).
Fit für das Energiesystem der Zukunft (Foto: © Fraunhofer ISE).

Ein europäisches Projektteam präsentiert ein mögliches Planungswerkzeug für Stromverteilnetze. Forschungsziel war es, den in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Anforderungen an die Flexibilität und Stabilität des Stromnetzes gerecht zu werden.

25.06.2015 – Aufgrund der steigenden Durchdringung der Verteilnetze mit Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen sind die Anforderungen an die Flexibilität und Stabilität des Stromnetzes kontinuierlich angestiegen. Wie Stromnetze an das zukünftige Energiesystem angepasst werden können, war Thema eines Projekts, an dem auch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) beteiligt war. Nach erfolgreichen Testphasen in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden konnten sich Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber sowie Verbände, Netzdienstleister und Anlagenbetreiber in einem abschließenden Workshop ein Bild von den Möglichkeiten und Vorteilen des entwickelten Tools machen.

Wie insbesondere Netzbetreiber bei der strategischen Analyse und Planung ihrer Stromverteilnetze unterstützt werden können, war eine der zentralen Fragestellungen in dem Projekt „Novel E-Mobility Grid Model (NEMO)“. In dreijähriger Arbeit haben die Projektpartner aus Forschung und Wirtschaft bewährte technische und ökonomische Simulations- und Optimierungswerkzeuge in die gemeinsame NEMO Tool Suite integriert, mit der Stromverteilnetze vorausschauend auf Szenarien für das Zusammenspiel von dezentralen Erzeugern und Verbrauchern vorbereitet werden können.

Generell nimmt der Anteil von erneuerbaren fluktuierenden Stromerzeugern an der gesamten Stromversorgung zu. Gleichzeitig wächst nicht nur die Zahl der Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr, sondern es werden auch verstärkt elektrische Verbraucher wie zum Beispiel Wärmepumpen an das Netz angeschlossen. Zwar ist das Wachstum von Elektroautos im Moment noch überschaubar, jedoch sollen zwischen 2020 und 2025 schon über eine Million Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Demzufolge ist es dringend notwendig, dass die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird. Lokale Netzüberlastungen und Spannungsprobleme können die Folge sein, denn die Stromnetze sind nicht für dieses dynamische Zusammenspiel von dezentralen Erzeugern und Verbrauchern ausgelegt. Zudem variiert die Durchdringung der Stromverteilnetze mit PV-Anlagen, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen erheblich je nach Region und Stromnetz. jk


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