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Strom aus den AlpenGrößte alpine Solaranlage der Schweiz produziert Strom

Bergpanorama, Staumauer mit Solarmodulen
Bis zum Sommer 2022 soll die 2,2 MW starke PV-Anlage an der Muttsee-Staumauer vollends fertiggestellt sein. Im Oktober 2021 lieferte sie erstmals Strom.  (Foto: Axpo)

Die 2,2 Megawatt starke Photovoltaikanlage an der Staumauer des Muttsees gilt als wegweisend. Die Anlage in 2.500 Meter Höhe wird auch im Winter hohe Solarstromerträge generieren. Jetzt lieferte das Pionierprojekt in der Schweiz erstmals Strom.

23.10.2021 – Zusammen mit der schweizerischen Energieministerin Simonetta Sommaruga wurde der Meilenstein des Pionierprojekts im Kanton Glarus in der Schweiz gefeiert. Die Solaranlage an der Muttsee-Staumauer des Pumpspeicherwerks Limmern produzierte erstmals Strom.

Die anschliessende Podiumsdiskussion in Linthal machte deutlich, wie dringend es solche Anlagen braucht. Will die Schweiz die Energiewende schaffen, sind – vor allem im Winter – zusätzliche erneuerbare Produktionskapazitäten nötig. Ähnlichen Projekten stellen sich allerdings erhebliche Herausforderungen. Um solche zu realisieren, benötigen Investoren einfachere und schnellere Bewilligungsverfahren sowie einen Förderrahmen, der den Bau von Großanlagen wirtschaftlich macht.

In ihrer Ansprache an die rund 70 Teilnehmenden würdigte Bundesrätin Sommaruga das Projekt: Die neue alpine Solaranlage ist ein zukunftsweisendes Projekt, weil hier vor allem für den Winter produziert wird, wenn wir verstärkt einheimischen Strom brauchen. Die Anlage zeugt vom Willen, in der Schweiz in den Ausbau der erneuerbaren Energien zu investieren – und damit unsere Versorgungssicherheit zu stärken.

Viel Solarstrom – auch im Winter

Die 2,2-Megawatt starke PV-Anlage auf 2.500 Metern über Meer an der Muttsee-Staumauer  des Pumpspeicherwerks Limmern wird pro Jahr rund 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Rund 5.000 Solarmodule werden nach vollständiger Fertigstellung an der Staumauer, die optimal nach Süden ausgerichtet ist, montiert sein.

Dank ihrer alpinen Lage wird erwartet, dass die Anlage rund die Hälfte des erzeugten Solarstroms während des Winterhalbjahres liefert. Die Bauarbeiten hätten diesen Herbst beendet werden sollen, doch schlechte Wetterverhältnisse und Verzögerungen in den weltweiten Lieferketten verlangsamten den Baufortschritt. Alpin Solar soll im August 2022 vollständig in Betrieb gehen.

Die beiden Energieunternehmen Axpo und IWB erstellen die Anlage im Rahmen einer Partnerschaft. Denner, der größte Discounter der Schweiz, wird den alpinen Solarstrom während 20 Jahren über einen Abnahmevertrag (Power Purchase Agreement – PPA) beziehen. hcn


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