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Traurige Bilanz zum Weltwassertag

Millionen Menschen müssen weite Wege zurücklegen, um täglich an sauberes Wasser zu kommen. (Foto: © Caritas international)
Millionen Menschen müssen weite Wege zurücklegen, um täglich an sauberes Wasser zu kommen. (Foto: © Caritas international)

Über 880 Millionen Menschen sind weltweit ohne Zugang zu Trinkwasser, rund 10.000 Menschen sterben täglich durch verschmutztes Wasser.

22.03.2014 – Trotz Fortschritten in der Wasserversorgung sterben noch immer täglich 10.000 Menschen an Erkrankungen, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden. Darauf weist Caritas international aus Anlass des Weltwassertages hin. Weltweit müssen rund 880 Millionen Menschen ihr Trinkwasser aus unsicheren Quellen holen. Krankheiten wie Durchfall und Cholera sind die Folge. Verunreinigtes Wasser und mangelhafte Hygiene sind Hauptursachen für die in vielen Entwicklungsländern hohe Kindersterblichkeit.

Die Anstrengungen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gezeitigt. Mittlerweile haben 89 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. 1990 waren es nur 77 Prozent. „Die Lösungen sind oft einfach: Zisternen machen Trinkwasser auch in regenarmen Zeiten verfügbar. Und schon durchs Händewaschen lässt sich ein Viertel der Durchfallerkrankungen vermeiden“, erläutert Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Allerdings profitieren nicht alle Erdteile gleichermaßen: Während die Versorgung mit Trinkwasser in Brasilien und China deutlich verbessert werden konnte, gibt es in Afrika noch wenig Fortschritte.

Caritas international konzentriert sein Engagement im Wassermanagement und der Hygiene-Aufklärung deshalb schwerpunktmäßig auf den afrikanischen Kontinent. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes setzt dabei auf lokal angepasste Lösungen. Es werden bspw. Zisternen, Brunnen und Bewässerungskanäle in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen und unter Mithilfe der Bevölkerung gebaut.

Das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser ist im Jahr 2010 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als Menschenrecht anerkannt worden. Da die Allgemeinen Menschenrechte und damit auch das Recht auf sauberes Wasser für alle 192 Staaten der Vereinten Nationen rechtlich nicht bindend sind, sind sie nicht einklagbar. na

Beispielhafte Wasserprojekte von Caritas international finden Sie hier:

Brasilien http://www.caritas-international.de/10443.html

Afghanistan http://www.caritas-international.de/10346.html

Äthiopien http://www.caritas-international.de/81440.html


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