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Waldbrände wüten in Indonesien zum Start der Trockenzeit

Feuerwehrleute bekämpfen im Jahr 2015 einen Brand in der indonesischen Stadt Banjarbaru, Kalimantan. (Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Firefighters_banjarbaru.jpg" target="_blank">Amirin / commons.wikimedia.org</a>, CC0 Public Domai
Feuerwehrleute bekämpfen im Jahr 2015 einen Brand in der indonesischen Stadt Banjarbaru, Kalimantan. (Foto: Amirin / commons.wikimedia.org, CC0 Public Domain)

Schon zum Beginn der Trockenzeit haben fünf indonesische Provinzen aufgrund starker Brände den Ausnahmezustand ausgerufen. Wissenschaftler warnen nun, dass dieser Zustand zukünftig durch die zunehmende Trockenheit selbstverständlich werden könnte.

07.08.2017 – Bereits im Jahr 2015 loderten über viele Wochen hinweg schwere Feuer auf Sumatra, Borneo sowie anderen indonesischen Inseln und kosteten vermutlich über 100.000 Menschen das Leben. Große Mengen an Feinstaub auf Kohlenstoff-Basis wurden freigesetzt und führten vor allem in Indonesien, Malaysia und Singapur zu starkem Smog, so Forscher der US-Universitäten Harvard und Columbia. In diesem Jahr begann in dem weltgrößten Inselstaat die Trockenzeit ebenfalls mit schweren Waldbränden. So hatten bereits Ende Juli fünf indonesische Provinzen den Ausnahmezustand ausgerufen, berichtete die Washington Post.

Vor allem in Aceh ganz im Norden der Insel Sumatra brennen zurzeit riesige Torflandschaften. In den umliegenden Regionen wächst nun die Sorge, dass sich die Brände aufgrund starker Trockenheit weiter ausbreiten. Die Nationale Katastrophenschutzbehörde hatte verkündet, dass bereits die Hilfe von 18 Helikoptern angeordnet wurde. Satellitenbilder hätten gezeigt, dass die Zahl der Brandherde innerhalb weniger Tage von 150 auf 179 angestiegen war. Betroffen seien davon vor allem das östliche Nusa Tenggara, das westliche Kalimantan sowie Aceh.

Wiederholt sich die Katastrophe von 2015?

Schon jetzt gebe es wieder Dutzende Verletzte, die den giftigen Rauch der Brände eingeatmet haben. Trotzdem gehen Experten davon aus, dass sich die Katastrophe aus dem Jahr 2015 eher nicht wiederholen wird. Damals hätte das besonders stark ausgeprägte Wetterphänomen El Niño die Feuer enorm verstärkt. Neben Schulen blieben sogar Krankenhäuser geschlossen und aufgrund des dichten Rauchs brach vielerorts das Transportsystem zusammen.

Unabhängig davon warnen Wissenschaftler, dass extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit weite Landstriche Südasiens bis zur Jahrhundertwende unbewohnbar machen könnten. Werde die globale Erderwärmung nicht so schnell wie möglich stark begrenzt, sei dies eine unvermeidbare Folge des Klimawandels, so die US-Forscher in der im „Science Advances“-Magazin veröffentlichten Studie. jk


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