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E-Highway auf der A5 geplant

Auf einer Strecke von 10 Kilometern auf der A 5 im Land Hessen sollen Lkw ab 2018 dieselfrei fahren können – und hoffentlich mit Ökostrom (Foto: © Hessen Mobil)
Auf einer Strecke von 10 Kilometern auf der A 5 im Land Hessen sollen Lkw ab 2018 dieselfrei fahren können – und hoffentlich mit Ökostrom (Foto: © Hessen Mobil)

Auf einem Abschnitt der A5 im Land Hessen soll bis 2018 Deutschlands erster E-Highway entstehen. Eine Stromoberleitung sorgt dann für den Betrieb von elektrischen Hybrid-Lkw. In Schweden und Kalifornien sind ähnliche Systeme schon in der Anwendung.

17.08.2017 – Während über Dieselfahrverbote in Innenstädten debattiert wird bleibt der enorme Dieselverbrauch im Lkw-Fernverkehr erstmal außen vor. Doch wie soll der wachsende Güterverkehr ohne steigende Umweltbelastung bewältigt werden? Die Frage war Ausgangspunkt des Projekts für einen E-Highway auf einer Autobahnteststrecke im Land Hessen. Von der Straße auf die Schiene mit dem Güterverkehr, fordern viele, doch das ist bei der Masse an Warentransport und der Auslieferung an jeden Ort – vor allem verursacht durch zunehmende Online-Bestellungen – auch nur bedingt möglich.

Das Land Hessen hat nun die Firma Siemens beauftragt, einen zehn Kilometer langen Abschnitt der A5 mit der notwendigen Infrastruktur für den Betrieb von elektrischen Hybrid-Lkw auszustatten. Die Stromoberleitung soll bis Ende 2018 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt gebaut werden und einen elektrifizierten Straßengüterverkehr mit Strom versorgen.

Der Feldversuch auf der A5 wäre eine Premiere in Deutschland. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des Verbundprojekts Elektrifizierter, innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen (Elisa), das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Der Vorteil der elektrifizierten Strecke lieg laut Siemens in seiner Effizienz: Der Energieverbrauch werde auf diesem Wege halbiert und der lokale CO2-Ausstoß verringert. Das Kernelement des Systems sei ein neuartiger Stromabnehmer als Verbindung zwischen Leitung und Lkw in Kombination mit einem Hybridmotor, der auf einer Strecke ohne Stromoberleitung den Antrieb des Lkw übernimmt. Die Lkw könnten allerdings nur mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 km/h fahren, wenn sie an der Oberleitung hängen, berichtet Siemens. na


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