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EU nimmt Stellung zu Eigenverbrauch

Die EU-Kommission untersucht in einer aktuellen Veröffentlichung den Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Ökostrom in Europa. (Bild: © NATURSTROM AG)
Die EU-Kommission untersucht in einer aktuellen Veröffentlichung den Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Ökostrom in Europa. (Bild: © NATURSTROM AG)

Die EU-Kommission untersucht in einer aktuellen Veröffentlichung den Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Ökostrom in Europa – und spricht sich für dessen Unterstützung aus. Das Best-Practice-Papier zeigt auf, welche Maßnahmen besonders effizient sind.

21.07.2015 – In einer aktuellen Publikation widmet sich die EU-Kommission dem Thema Eigenverbrauch von regenerativem Strom aus Photovoltaik-Anlagen. Das Dokument konzentriert sich darauf, die Best-Practice-Beispiele innerhalb der EU zu untersuchen, bezogen auf kleine Anlagen mit einer Leistung bis zu 500 kW.

Dabei stellt sie fest, dass der Eigenverbrauch im Stromsystem der Zukunft eine wichtige Rolle spielt. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen hätten häufig hohe Energiekosten – und Herstellung und Konsum eigener Energie bieten ihnen nach Einschätzung von Brüssel die Möglichkeit, ihre Stromrechnung dauerhaft zu senken. Die Genehmigungsverfahren für kleine Anlagen sollten möglichst einfach und unkompliziert sein und flexibles Verbraucherverhalten promotet werden. Eine solche Flexibilisierung lasse sich etwa durch Preissignale erreichen. Ideal sei es, geeignete Smart Meter zu installieren und Prosumern den Markteintritt so einfach wie möglich zu machen. Diskriminierende Gebühren sollen möglichst abgeschafft werden. Außerdem sei es wichtig, die Investitionssicherheit zu wahren. Rückwirkende Änderungen bereits bestehender Fördersysteme lehnt die EU-Kommission daher ab.

Die Europäische Kommission hat zudem ein Fact-Sheet zur „Neugestaltung des Strommarkts und Stärkung der Verbraucher“ veröffentlicht. Darin erklärt sie ebenfalls, Eigenverbrauch sei aufgrund der starken Kostenminderung der benötigten Technologien sinnvoll. So könne er beispielsweise Netzverluste vermeiden helfen, weil der Strom direkt vor Ort erzeugt und gleich konsumiert wird. Zudem könnten die Betreiber der Anlagen Stromkosten und damit Ausgaben sparen. Eigenverbrauch kurbelt laut Brüssel private Investitionen an. Daher soll er nach Einschätzung der Europa-Politiker mit geeigneten Maßnahmen geschützt werden. Die EU hat sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, die kosteneffizientesten Verfahren zu ermitteln und ihren Einsatz aktiv zu unterstützen. Schließlich gelte es, Stromkonsumenten zu ermöglichen, „unter fairen Bedingungen ihre eigene Energie erzeugen und verbrauchen zu können“. rr


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Kommentare

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Sebastian Mayer 30.07.2015, 19:18:20

Das Factsheet gibt es auch auf Deutsch:

http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-15-5351_de.htm


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