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Energiekonzerne wollen bei Klimaschutz mitreden

Die großen Energiekonzerne wollen in Sachen Klimaschutz mitreden. (Bild: © Dirk Sanne/ pixelio.de  )
Die großen Energiekonzerne wollen in Sachen Klimaschutz mitreden. (Bild: © Dirk Sanne/ pixelio.de )

Die Energiekonzerne Shell & Co. haben sich in einem Brief an die Uno-Klimabeauftragte gewandt. Darin kündigten sie an, in Sachen Klimaschutz mitreden zu wollen. Die Grünen sehen derweil neben der Erderwärmung eine weitere Gefahr: die Kohlenstoffblase.

01.06.2015 – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den Klimaschutz auf dem diese Woche stattfindenden G7-Gipfel in Elmau als eines der dringlichen Themen in den Fokus stellen – findet doch im Dezember in Paris der nächste Klimagipfel statt. Prompt fordern die Vorstandschefs der sechs großen Energiekonzerne Shell, BP, Total, Statoil, Eni und BG in einem offenen Brief an Uno-Klimabeauftragte Christiana Figueres Mitspracherecht. Wie die Financial Times berichtet, suchen sie den „direkten Dialog mit der Uno und interessierten Regierungen“.

Erstmals haben auch die USA und China Gesprächsbereitschaft in Sachen Klimaschutz für das wichtige Treffen in Frankreich signalisiert, ein entscheidendes Signal. Die sechs großen Energiekonzerne warfen nun ein, an einem globalen CO2-Handelssystem nach Vorbild des EU-Modells mitwirken zu wollen. Allerdings hat sich das europäische Emissionshandelssystem wegen einer Schwemme an Zertifikaten als unwirksam im Kampf gegen den Klimawandel erwiesen.

Neben dem Klimawandel sehen die Bundestagsabgeordneten der Grünen allerdings eine weitere Gefahr: In einer Kleinen Anfrage haben Politiker um Bärbel Höhn die Bundesregierung gefragt, wie sie die Gefahr einer Carbon Bubble für den deutschen und europäischen Finanzsektor einschätzt. Dabei geht es um die Frage, wie hoch die Risiken bei Investitionen in fossile Energieträger sind. Denn die Carbon-Bubble-Theorie geht davon aus, dass es eine Spekulationsblase gibt, weil fossile Energieträger überbewertet wurden. Die Bundesregierung kündigte als Antwort auf die Grünen-Anfrage an, prüfen zu wollen, ob ein Forschungsgutachten angefertigt wird. rr


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