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Kleine Inselstaaten fordern mehr Klimaschutz

Traumhafter Blick auf die Marshall Islands – Majuro-Laura Beach. Das Wasser könnte bald steigen und der Strand darunter verschwinden. (Foto: © Stefan Lins / Flickr /  CC BY 2.0)
Traumhafter Blick auf die Marshall Islands – Majuro-Laura Beach. Das Wasser könnte bald steigen und der Strand darunter verschwinden. (Foto: © Stefan Lins / Flickr / CC BY 2.0)

Den kleinen Inselstaaten steht das Wasser bis zum Hals. Bei den zähen internationalen Verhandlungen vor der 21. UN-Klimakonferenz positionieren sie sich daher vorn, denn das Thema ist für sie existenziell. Sie fordern ein ehrgeiziges Klimaabkommen.

25.07.2015 – Die Marshallinseln sind der erste kleine Inselstaat, der seine CO2-Reduzierungsziele für die Klimakonferenz (COP 21) im Dezember in Paris eingereicht hat – ein winziger Inselstaat im westlichen Pazifischen Ozean der zu Mikronesien gehört und nur einer von vielen ist, für die der Klimawandel eine existenzielle Bedrohung bedeutet – denn sie könnten im Ozean verschwinden.

Der Inselstaat fordert daher, die CO2-Emissionen bis 2025 um 32 Prozent und bis 2030 um 45 Prozent zu senken, berichtet EurActiv Frankreich. Bis 2050 soll es dort demnach keine CO2-Emissionen mehr geben. Die Marschallinseln hoffen darauf, dass die größeren CO2-Emittenten ihrem Beispiel folgen und ehrgeizigere Ziele anstreben. Die Republik mit 53.000 Einwohnern produziert selbst weniger als 0,00001 Prozent der weltweiten Emissionen.

Doch die großen CO2-Emittenten wie China und Russland wollen da nicht mitspielen. Die derzeitigen nationalen Beiträge zur COP 21 würden nur rund ein Drittel der erforderlichen Bemühungen für eine Begrenzung der Erwärmung auf unter zwei Grad abdecken, erklärt die Internationale Energie-Agentur in einem neuen Bericht.

Bis Oktober sollen alle nationalen Beiträge vorliegen, eingereicht wurden bislang aber nur ca. 50 der 195 erwarteten Beiträge der Staaten, die an den Verhandlungen teilnehmen werden. Die kleinen Inselstaaten finden bislang kaum Gehör bei den Klimaverhandlungen. Mit ihrem ehrgeizigen Beitrag wollen die Marshallinseln daher auch für eine Allianz kleiner Inselstaaten werben. Diese Allianz setzt sich laut EurActiv zum Ziel, bei den UN-Verhandlungen das Ziel einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad zu erreichen. Das erklärte Ziel liegt bei zwei Grad – für die kleinen Inseln ist das nicht ausreichend, wie Experten bestätigen.

Nach Angaben des jüngsten IPCC-Berichts würde ein Temperaturanstieg um vier Grad einen Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter bis zum Jahr 2100 bedeuten – der sprichwörtliche Untergang für die kleinen Inseln. Beim letzten Ministertreffen in Paris wurde denn auch von einem Plan gesprochen, um unter einem 1,5 oder Zwei-Grad-Ziel zu bleiben. Gesagt wurde allerdings schon vieles, das wissen auch die kleinen Inselstaaten und werden einmal wieder viel Kraft brauchen um sich bei den mächtigen Staaten überhaupt Gehör zu verschaffen. na


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