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Klimawandel könnte bis zu 72 Billionen US-Dollar kosten

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Der Klimawandel könnte bis zu 72 Billionen US-Dollar kosten, so eine Studie der Großbank Citigroup und Daten der OECD. Demnach könnte das globale BIP je nach Szenario enormen Schaden nehmen – selbst wenn wir den Temperaturanstieg bekämpfen.

22.08.2015 – Die 132 Seiten dicke Studie mit dem Titel „Energy Darwinism II: Why a Low Carbon Future Doesn’t Have to Cost the Earth” zeigt auf, dass die Rettung der Erde auch der wirtschaftlich bessere Weg ist. Die Welt würde bis 2060 laut den Berechnungen etwa 1,8 Billionen US-Dollar weniger Energie- und Investitionskosten zahlen, wenn die Bekämpfung des Klimawandels mit einer Reduzierung des Treibhausgasausstoßes und Energieeffizienz vorangetrieben wird. Vor allem die schnell sinkenden Kosten für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind die Treiber dieser Entwicklung.

Der negative Effekt des Klimawandels auf das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist jedoch enorm. Würde die Staatengemeinschaft einen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad Celsius  begrenzen, läge der Verlust bei lediglich 20 Billionen US-Dollar oder 0,7 Prozent des globalen BIP. Doch danach sieht es leider nicht aus, das Zwei-Grad-Ziel ist derzeit in weiter Ferne. Laut der Citigroup-Studie würde ein Anstieg um 2,5 Grad 44 Billionen US-Dollar oder -1,1 Prozent des globalen BIP bedeuten. Bei 4,5 Grad rechnen die Banker mit einem Schaden von 72 Billionen US-Dollar oder 2,5 Prozent.

Gleichzeitig sagt die Großbank schmerzvolle Einschnitte für die Kohleindustrie voraus, besonders in Industrieländern. Der Wert der von Citibank gelisteten Kohlekonzerne brach in den vergangenen Jahren stark ein, von 50 Milliarden US-Dollar in 2012 auf 18 Milliarden in 2015 – und der Trend wird vermutlich anhalten. Als Grund für die Entwicklung nennt die Großbank vor allem den politischen Willen zur Reduzierung der Treibhausgase. Sollte in den nächsten Jahren kein großer Durchbruch bei der CCS-Technologie (carbon capture and storage) erfolgen, gehe der Trend für die Kohleindustrie unvermeidlich weiter. cw


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