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Münchner Startup bastelt an günstigem Solarauto

Auf einer Fläche von 7,5 Quadratmetern soll der Sion so viel Strom erzeugen, dass für den Fahrer 30 Kilometer elektrische Reichweite mehr drin sind. (Foto: SONO MOTORS GmbH)
Auf einer Fläche von 7,5 Quadratmetern soll der Sion so viel Strom erzeugen, dass für den Fahrer 30 Kilometer elektrische Reichweite mehr drin sind. (Foto: SONO MOTORS GmbH)

Das Startup Sono Motors bastelt an einem Elektroauto mit 250 Kilometern Reichweite für gerade einmal 16.000 Euro, das sich zudem mit eingebauten Solarzellen selbstständig wieder auflädt. Nun haben die Münchner eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

03.08.2016 – Mit dem auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo eingesammelten Geld will Sono Motors den bestehenden Pre-Prototyp namens Sion weiterentwickeln und für Crashtests und Probefahrten vervielfältigen. Danach soll durch einen Vorverkauf genügend Geld zusammenkommen, „um gemeinsam mit bestehenden Automobilherstellern und Zulieferern die Produktion des Sion im Jahre 2018 zu realisieren“, so die Münchner in ihrer Crowdfunding-Ankündigung. Über 15.000 Euro wurden wenige Tage nach dem Start der Kampagne bereits verbucht, bis zum Ziel von 150.000 Euro bleibt noch einen Monat Zeit.

Das reine Elektroauto Sion ist Sono Motors zufolge ein fünftüriger Kompaktvan mit sechs Sitzplätzen, ideal geeignet für Familien oder zur gewerblichen Nutzung. Das Fahrzeug soll eine Batteriekapazität von 30 kWh und eine Schnellladeleistung von bis zu 43 kW AC haben. Mit entsprechendem Anschluss ist es also möglich, das Auto innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent aufzuladen. Diese Variante mit 250 Kilometern Reichweite soll 16.000 Euro kosten. Eine abgespeckte Version für den Stadtverkehr soll eine Reichweite von 120 Kilometern haben (14,4 kWh Batteriekapazität) und dafür nur 12.000 Euro teuer sein.

Bis zu 30 Kilometer mehr Reichweite durch Solarzellen

Der Clou des Elektroautos ist allerdings die solare Komponente. Denn in der Karosserie sollen Solarzellen integriert sein, die ein wenig Autarkie versprechen. Dach, Motorhaube, Heck und die komplette seitliche Karosserie bestehen aus monokristallinen Siliziumzellen, die mit einer 8 mm dicken Polycarbonat-Schicht überzogen sind. Auf einer Gesamtfläche von 7,5 Quadratmetern kann laut den Entwicklern bei idealen Bedingungen so viel Strom erzeugt werden, dass 30 zusätzliche Kilometer elektrisch gefahren werden können. Oder das Auto wird als flexibler Stromspeicher genutzt, der sich selbst wieder auflädt. Mit einem eigens entwickelten Reparatursystem soll sichergestellt werden, dass Schäden am Auto soweit wie möglich vom Kunden selbst oder kostengünstig von Werkstätten durchgeführt werden können.

Vier Jahre lang haben die drei Gründer von Sono Motors, Jona Christians, Navina Pernsteiner und Laurin Hahn ihren Prototypen Sion entwickelt. Mittlerweile sind weitere Entwickler, Techniker und Designer an Bord. Der Pre-Prototyp wurde nach eigenen Angaben bereits im Alltag und auf öffentlichen Straßen getestet. cw

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