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EU-Staaten verfehlen Erneuerbaren-Ziele 2020

Viel Wind auf den kanarischen Inseln – doch Spanien schneidet bei der EU-Studie auch nicht gut ab. (Foto: Nicole Allé)
Viel Wind auf den kanarischen Inseln – doch Spanien schneidet bei der EU-Studie auch nicht gut ab. (Foto: Nicole Allé)

Eine aktuelle EU-Studie zur Erreichung der 2020-Ziele für Erneuerbare Energien in der Europäischen Union kommt zu dem enttäuschenden Ergebnis, dass 14 EU-Mitgliedsstaaten die fest vereinbarten Erneuerbaren-Ziele für das Jahr 2020 verfehlen werden.

07.10.2014 – Auch Deutschland stellt die EU-Studie ein schlechtes Zeugnis aus. Dieses Fazit sei insgesamt ein klares Alarmsignal, so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die wissenschaftliche Untersuchung von TU Wien und Energy Economics Group kommt zu dem Ergebnis, dass die Ziele verfehlt werden, wenn die Staaten ihre Energiepolitik nicht deutlich und äußerst zügig ändern. Bei vier Staaten – Deutschland, Finnland, Irland und Slowakei – bestehen Zweifel, ob sie ihre nationalen Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien erreichen. Lediglich neun von 27 untersuchten Ländern seien auf dem richtigen Weg.

„Deutschland als Vorreiter beim Klimaschutz sollte dieses Ergebnis nicht auf sich sitzen lassen“, sagt BEE-Geschäftsführer Hermann Falk. „Nachdem die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Erreichung der 2020-Ziele schwerer statt leichter gemacht hat, muss die Bundesregierung jetzt auf den Gebieten Wärme und Mobilität deutlich entschlossener handeln als bisher.“ Zudem gebe es ein schlechtes Bild ab, wenn vier der fünf dreckigsten Kohlekraftwerke Europas in Deutschland stehen.“ Positivbeispiele seien dagegen Dänemark und Italien, so Falk. In anderen Ländern wie Bulgarien, Österreich oder Schweden, die laut Studie „well on track“ sind, seien die Erneuerbaren-Ziele so wenig ehrgeizig gewesen, dass zu ihrer Erreichung kaum politische und ökonomische Anstrengungen notwendig gewesen seien.

Der Dachverband der Erneuerbaren Energien fordert die Staats- und Regierungschefs nun auf, beim Europäischen Rat am 23./24. Oktober verbindliche Erneuerbaren-Ziele für ihr Land bis 2030 zu beschließen. EU-weit müssten die Erneuerbaren dann einen Anteil von mindestens 30 Prozent am Bruttoendenergieverbrauch haben. Berücksichtige man den Klimaschutz, wären laut BEE eher 45 Prozent notwendig. na


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