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Deutscher Photovoltaikmarkt im Aufwärtstrend

Zurzeit befindet sich der Markt für Solarenergie weltweit auf einem regelrechten Höhenflug. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)
Zurzeit befindet sich der Markt für Solarenergie weltweit auf einem regelrechten Höhenflug. (Foto: pixabay.com, CC0 Public Domain)

Aufgrund sinkender Kosten zieht die Nachfrage nach Solaranlagen in Deutschland aktuell kräftig an. So wurden im ersten Halbjahr 2017 mit einem Zubau von rund 900 Megawatt etwa 75 Prozent mehr Photovoltaikanlagen als noch im Vorjahr installiert.

09.08.2017 – In den letzten Jahren hat der Solarmarkt in Deutschland eine Talfahrt erlebt. Der Zubau ist seit 2012 erheblich geschrumpft und erreichte im Jahr 2015 mit einem Wert von unter 1.500 Megawatt (MW) sein Minimum. Doch nun scheint es endlich wieder aufwärts zu gehen. So wurden bereits in den ersten sechs Monaten dieses Jahres PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 900 MW errichtet, zeigen Daten der Bundesnetzagentur. Das sind rund 75 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr, wo im gleichen Zeitraum nur eine Leistung von 515 MW installiert wurde.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) begründet diese Entwicklung mit gesunkenen Anschaffungskosten in der Solarindustrie. Insbesondere bei mittelständischen Unternehmen habe die Nachfrage nach PV-Anlagen in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Aber auch die Eigenheimbesitzer haben rund ein Drittel mehr PV-Leistung installiert als noch im ersten Halbjahr 2016.

Photovoltaik weltweit auf dem Vormarsch

Zurzeit befindet sich der Markt für Solarenergie aber auch weltweit auf einem regelrechten Höhenflug. So wurde erst kürzlich bekannt, dass China bis 2020 wahrscheinlich mehr als doppelt so viele PV-Anlagen installieren wird, wie ursprünglich im Ausbauplan verankert. Statt einer insgesamt installierten Leistung von 105 Gigawatt (GW) könnten dann bereits bis zu 245 GW Photovoltaik-Leistung in dem Land vorhanden sein. Außerdem wurde in Indien bereits im ersten Halbjahr 2017 mehr Photovoltaik zugebaut, als im gesamten Jahr 2016.

Der BSW-Solar geht davon aus, dass weltweit in diesem Jahr jede Minute geschätzte 574 neue Solarmodule installiert werden. Diese Menge würde bereits ausreichen, um etwa zehn Mehrfamilienhäuser mit je fünfzehn Wohneinheiten mit PV-Anlagen auszustatten. In Deutschland haben die bereits installierten Anlagen von Januar bis Juni rund 21,8 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom produziert – das sind etwa 13 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele läuft der Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland aber immer noch deutlich zu langsam, sodass diese immer mehr in weite Ferne rücken. Deshalb müssten endlich die Ausbauziele der Erneuerbaren heraufgesetzt, Investitionsbarrieren beseitigt und Ausschreibungsvolumina mindestens verdreifacht werden. „Bei Solarstrompreisen ab fünf Cent je Kilowattstunde gibt es keinen Grund mehr, Solarenergie weiterhin zu deckeln“, urteilt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. jk

   

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