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Deutsche Bahn setzt sich ambitionierte Klimaziele

Im Bahnverkehr soll der Ausstoß von Treibhausgasen in absoluten Zahlen um mehr als zwei Millionen Tonnen reduziert werden. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/geislinger-steige-ice-filstalbahn-2085737/" target="_blank">129400 / pixabay.com</a>, CC0 Creative Commons)
Im Bahnverkehr soll der Ausstoß von Treibhausgasen in absoluten Zahlen um mehr als zwei Millionen Tonnen reduziert werden. (Foto: 129400 / pixabay.com, CC0 Creative Commons)

100 Prozent Ökostrom im Fernverkehr – dieses ehrgeizige Versprechen will die Deutsche Bahn bereits ab dem 1. Januar 2018 einhalten. Der CO2-Ausstoß soll dadurch bis 2030 halbiert werden. Doch auch die Kohlekraft spielt weiterhin eine wichtige Rolle.

25.10.2017 – Bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 wurde deutlich, dass für den Kampf gegen den Klimawandel auch der Verkehrssektor eine entscheidende Rolle spielen muss. Und zwar so schnell wie möglich, wenn der globale Temperaturanstieg noch auf zwei Grad Celsius beschränkt werden soll. Diesem Ansatz ist die Deutsche Bahn AG (DB) mit ihren aktuell verkündeten Klimaschutzzielen nun gefolgt. So sollen alle 140 Millionen Reisende im DB-Fernverkehr ab dem 1. Januar 2018 mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs sein. Bis 2030 soll damit der spezifische CO2-Ausstoß halbiert werden.

Die Umstellung der Fernzüge sei hierbei nur der Auftakt, um das langfristig gesteckte Klimaziel umzusetzen, teilte die Deutsche Bahn kürzlich mit. So wird insgesamt der Anteil Erneuerbarer Energien bis 2030 auf 70 Prozent erhöht. Lokführer, Bus- und Lkw-Fahrer können durch die Anwendung von einer energieeffizienten Fahrweise zusätzlich rund zehn Prozent Energie einsparen. Als erster internationaler Logistiker hat sich DB Schenker gleichzeitig dazu verpflichtet, in der nächsten Dekade CO2-frei zu wachsen.

Zwei Millionen Tonnen weniger CO2

Im Bahnverkehr muss der Ausstoß von Treibhausgasen in absoluten Zahlen um mehr als zwei Millionen Tonnen reduziert werden. „Bahnfahren ist Klimaschutz“, sagte DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz. Deswegen sehe man sich in einer besonderen Pflicht. „Schon heute sind wir das ökologischste Verkehrsmittel. Diesen Vorsprung bauen wir noch weiter aus“.

Dabei gibt die Deutsche Bahn an, dass sie mit ihrem Fernverkehr das erste und einzige Mobilitätsunternehmen in Deutschland sei, das seine Kunden CO2-frei zum Ziel bringen wird. Allerdings startete der Crowdfunding-Zug von Locomore bereits im Dezember 2016 und war ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom der NATURSTROM AG unterwegs. Damit wäre die DB wohl „nur“ die Nummer zwei.

VCD begrüßt Klimaziele der DB

„Die heute vorgestellten Ziele der Deutschen Bahn AG sind ambitioniert“, kommentiert der VCD-Bahnexperte Philipp Kosok die Klimaschutzziele der DB. „Wenn sie ebenso konsequent verfolgt werden, trägt die Bahn damit ihren Teil zur Erreichung der Pariser Klimaziele bei.“ Dabei sei das Unternehmen aber auch auf die Rückendeckung der neuen Bundesregierung angewiesen, indem diese beispielsweise Investitionen in das Schienennetz vornehme.

Allerdings habe die Bahn trotz großer Fortschritte immer noch ein Klotz am Bein. Das im Bau befindliche Kohlekraftwerk Datteln IV soll zukünftig ein Großteil des Bahnstroms liefern. „Das Kraftwerk wäre aber die größte CO2-Schleuder auf deutschem Boden“, so Kosok. „Mit so etwas im Portfolio kann die Bahn nicht klimaneutral werden“. Daher bleibt es spannend, wie die DB zukünftig mit dem Thema Kohlestrom umgehen wird. jk


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