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Bioenergie-Region des Monats

Bioenergie stärkt die regionale Wertschöpfungskette. (Bild: © Naturstrom AG)
Bioenergie stärkt die regionale Wertschöpfungskette. (Bild: © Naturstrom AG)

Eine solche Bilanz hätten wohl viele Kommunen gerne: Etwa 46 Millionen Euro an Gewinnen, Einkommen und Steuern generierten die Erneuerbaren in der Bioenergie-Region Weserbergland plus 2013. Die regionale Wertschöpfung wurde erhöht, Jobs entstanden.

05.07.2015 – Die Bioenergie-Region Weserbergland plus ist vom Bundeslandwirtschaftsministerium zur Bioenergieregion des Monats gekürt worden. Ihre Bilanz kann sich sehen lassen: Etwa 46 Millionen Euro an Gewinnen, Einkommen und Steuern generierten die Erneuerbaren in der Bioenergie-Region 2013. In den vier Landkreisen gehen rund 374 Menschen einem Beruf nach, der mit dem Betrieb, der Wartung oder der Installation der Erneuerbare-Energien-Anlagen zu tun hat. Mit den Anlagen sparte die Bioenergie-Region 2013 etwa 1,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein.

Weserbergland plus umfasst die vier niedersächsischen Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Nienburg und Schaumburg. Mit insgesamt 524.600 Einwohnern und einer Fläche von 3.563 Quadratkilometern gehört die Bioenergie-Region zu den größten der insgesamt 21 Bioenergie-Regionen. Die Ziele: regionale Stoffströme erweitern, effizient mit den lokalen Ressourcen umgehen und die regionale Wertschöpfung aktiv stärken. Um dies zu erreichen, betreut Weserbergland plus die Projekte vor Ort fachmännisch und baut eigene Klimaschutzagenturen auf, die das entstandene Know-how dauerhaft vor Ort bewahren sollen. Vorhandene Stoffströme werden von Experten unter die Lupe genommen und ausgewertet.

Eines der wichtigsten Argumente für das Engagement der Kommunen beim Klimaschutz ist die kommunale Wertschöpfung. Deswegen ist es für den Erfolg eines Projekts essentiell, dass die Kommunen und Landkreise genau über Gewinne, Einkommen und Steuern aus den Projekten informiert sind. Nur wenn sie einschätzen können, ob und in welchem Umfang sich der Einsatz lohnt, investieren sie. Genau hier kommt der Online-Wertschöpfungsrechner der Agentur für Erneuerbare Energien ins Spiel. Er wurde gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung entwickelt und ermöglicht die Erfolgskontrolle. Auch die Bioenergie-Region Weserbergland plus nutzt den Rechner, um ihren Erfolg auszuwerten.

Einen großen Teil der Wertschöpfung hat die Region mit der Bioenergie erwirtschaftet, insbesondere mit den 92 Biogasanlagen. Scheitholz für kleine Holzheizungen spielt allerdings auch eine Rolle. Zudem setzt die Bioenergie-Region auf den Ausbau von Wärmenetzen. Die Wärmenetze sorgen nicht nur für mehr Effizienz: Mehr als sechs Millionen Euro an Wertschöpfung fielen 2013 dank des Ausbaus der Wärmenetze an. So entstand für die Betreiber der Biogasanlagen ein weiterer Absatzmarkt neben der Stromeinspeisung.

Biogene Reststoffe werden im Weserbergland in einem Stoffkreislauf weiterverwertet, auch die Reste aus den Biogasanlagen. Die Region verfügt über eigene Holzpotenziale, die sie in Heizkraftwerken und in 6.195 Holz-Zentralheizungen einsetzt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die aktive Bildungsarbeit, um einen bewussten, sparenden Umgang mit Energie zu fördern. Unter dem Namen „Energiefüchse“ werden Kinder im Rahmen der Kampagne „PrimaKlima“ geschult und dienen als Multiplikatoren in Familien und Schulen. rr


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