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Bundesregierung plant Ausbau von Radschnellwegen

Der Radschnellweg Ruhr RS1 wird ab dem Jahr 2020 die Städte Duisburg und Hamm auf einer Länge von 101 Kilometern miteinander verbinden. Herzstück des RS1 ist die ehemalige Bahnstrecke „Rheinische Bahn“ von Essen nach Mülheim. (Foto: <a href="http:
Der Radschnellweg Ruhr RS1 wird ab dem Jahr 2020 die Städte Duisburg und Hamm auf einer Länge von 101 Kilometern miteinander verbinden. Herzstück des RS1 ist die ehemalige Bahnstrecke „Rheinische Bahn“ von Essen nach Mülheim. (Foto: Regionalverband Ruhr / Foltin)

Das Verkehrsministerium will den Ausbau von Radschnellwegen jährlich mit rund 25 Mio. Euro fördern – nach Meinung der Grünen ist das jedoch zu wenig. Durch den Bau zusätzlicher Fahrrad-Autobahnen sollen mehr Berufspendler aufs Rad geholt werden.

05.04.2017 – Erst kürzlich fand in Mannheim der 5. Nationale Radverkehrskongress statt. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Zweirads, das im Jahr 1817 von Karl Drais erfunden wurde, steht das Fortbewegungsmittel inzwischen vor einem Innovationssprung. Durch die zunehmende Elektrifizierung und Digitalisierung entstehen zurzeit viele neue Anwendungsmöglichkeiten. Doch eine entsprechende Infrastruktur bildet immer noch die Grundlage für die Fortbewegung mit dem Fahrrad, weswegen die Bundesregierung seine Mittel für Fahrradwege zukünftig deutlich aufstocken möchte.

So sollen nun jährlich rund 100 Millionen Euro in den Ausbau und Erhalt von Radwegen investiert werden – das sind 40 Millionen Euro mehr als in den vorigen Jahren, berichtet die Rheinische Post. Außerdem plane der Bund in diesem Jahr auch erstmals die Förderung besonderer Radschnellwege mit zusätzlichen 25 Millionen Euro. Dadurch soll für Fahrradfahrer der Weg zur Arbeit oder Uni bequemer werden, ohne ständig an Ampeln oder Kreuzungen halten zu müssen. Ziel ist es, vor allem die Berufspendler wieder vermehrt aufs Fahrrad zu holen. Dies entlastet nicht nur den öffentlichen Nahverkehr, sondern reduziert auch den gesamten Autoverkehr.

Mittel für Fahrradwege immer noch zu gering

Obwohl in Deutschland rund 50 Millionen Menschen Fahrradfahren und immer mehr E-Bikes die Radwege erobern, sind die Investitionen in eine entsprechende Infrastruktur vergleichsweise gering. Deshalb fordern die Grünen im Bundestag, die Mittel für Fahrradwege deutlich zu erhöhen. Während für Autobahnen und Bundesstraßen im vergangenen Jahr mehr als sechs Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurden, waren es für Radwege an Bundesstraßen nur 98 Millionen. Das ist sogar weniger, als noch im Jahr 2002.

In Ihrem Antrag fordern die Grünen eine schrittweise Verdopplung der Mittel auf bis zu 200 Millionen Euro jährlich. Dabei könne vor allem die Förderung von Radschnellwegen die Straßen in Deutschland deutlich entlasten. Im gesamten Bundesgebiet gebe es einen Bedarf von 83 Radschnellwegen, die im Schnitt eine Länge von 21 Kilometern haben und jeweils etwa 15 Millionen Euro kosten.

Der RS1 verbindet die Städte Duisburg und Hamm

Rad- und Fußgängerweg sind auf dem RS1 durchgängig getrennt. (Foto: AGFS / Peter Obenaus)

Ein prominentes Beispiel ist der Radschnellweg Ruhr RS1, der ab dem Jahr 2020 die Städte Duisburg und Hamm auf einer Länge von 101 Kilometern miteinander verbinden wird. Das erste und rund sechs Kilometer lange Teilstück wurde dafür im Jahr 2015 eröffnet. Die Kosten vom gesamten RS1 betragen geschätzte 184 Millionen Euro.

In ihrer Anfrage fordern die Grünen deshalb auch eine Erhöhung der Mittel des Bundes für Radschnellwege. Es seien mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr erforderlich, um die Vielzahl von Projekten zeitnah umsetzen zu können. Trotzdem sei es bereits ein Fortschritt, dass die Radschnellwege überhaupt ab diesem Jahr mit Mitteln des Bundes gefördert werden. jk


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