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Schottland verabschiedet sich aus der Kohleverstromung

Das schottische Kohlekraftwerk Longannet wurde kürzlich abgeschaltet, womit das Land nun endgültig seinen Ausstieg aus der Kohleenergie vollzogen hat. (Foto: © Graeme Maclean, https://www.flickr.com/photos/gee01/2991864474, CC BY 2.0)
Das schottische Kohlekraftwerk Longannet wurde kürzlich abgeschaltet, womit das Land nun endgültig seinen Ausstieg aus der Kohleenergie vollzogen hat. (Foto: © Graeme Maclean, https://www.flickr.com/photos/gee01/2991864474, CC BY 2.0)

Mit der Abschaltung des schottischen Kohlekraftwerks Longannet vollzieht das Land endgültig seinen Ausstieg aus der Kohleenergie. Geplant ist nun der Bau sechs weiterer Windparks, denn Windenergie ist besonders ertragreich in Schottland.

30.03.2016 – Am Donnerstag vergangener Woche wurde Schottlands letztes Kohlekraftwerk vom Netz genommen. Longannet besaß eine Kapazität von 2.400 Megawatt und wurde 1970 im schottischen Fife errichtet. Ausgehend vom Transitional National Plan des Vereinigten Königreichs verabschiedet sich Schottland mit der Stilllegung des Kohlemeilers endgültig von der klimaschädlichen Kohleverstromung und setzt seinen Fokus immer stärker auf Erneuerbare Energien. Umweltschützer begrüßen den Schritt und erachten den Ausstieg aus der Kohle als wichtigen Beitrag zum Erreichen der britischen Klimaziele.

Hugh Finlay, der Direktor des Kraftwerkbetreibers ScottishPower, spricht davon, dass die Abschaltung für alle seine Mitarbeiter ein trauriger Tag sei. Longannet habe mehr Elektrizität in das schottische Stromnetz eingespeist, als jedes andere Kraftwerk in der Geschichte des Landes. Allerdings könnte das Kraftwerk damit auch bei der Menge an CO2-Emissionen ganz weit oben im Ranking stehen. Nachdem nun ein Vertrag mit dem Überlandleitungsnetz gescheitert war, sah sich ScottishPower zum Schließen von Longannet gezwungen.

Windenergie ist wichtigste Energiequelle Schottlands

In Schottland hat die Kohleverstromung in den letzten Jahren sowieso eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Bereits 2015 deckte die Windenergie rechnerisch fast den kompletten Strombedarf aller schottischen Haushalte ab. Schottland gilt schon seit Jahren als das Zentrum der britischen Windenergie-Branche. Bis zum Jahr 2020 soll dann die gesamte Stromversorgung des Landes aus Erneuerbaren Quellen sichergestellt werden.

ScottishPower plant aufgrund der Schließung von Longannet den Bau von sechs weiteren Windparks. Dafür sollen umgerechnet knapp 830 Millionen Euro investiert werden. Weitere 638 Millionen Euro steckt das Energieversorgungsunternehmen außerdem in die Verbesserung des Stromnetzes. Damit ist ein rascher Ausbau der Erneuerbaren Energien in Schottland geplant. jk


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