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Schweden soll bis 2045 klimaneutral werden

Das schwedische Parlament hat ein neues Klimaschutzgesetz verabschiedet. Dadurch sollen die Emissionen bis 2045 um 85 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden. (Foto: <a href="https://pixabay.com/de/schweden-fahne-flagge-wehen-wind-900518/" target=
Das schwedische Parlament hat ein neues Klimaschutzgesetz verabschiedet. Dadurch sollen die Emissionen bis 2045 um 85 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden. (Foto: Efraimstochter / pixabay.com, CC0 Public Domain)

Das schwedische Parlament hat ein neues Klimaschutzgesetz verabschiedet, das den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2045 auf „netto null“ reduzieren soll. Gleichzeitig wurde nach 45 Jahren Laufzeit der älteste Atomreaktor des Landes abgeschaltet.

24.06.2017 – Vor einigen Monaten hatte die schwedische rot-grüne Regierung unter Ministerpräsident Stefan Löfven bereits ein Klimagesetz vorgestellt, das dem Land zur Klimaneutralität verhelfen soll. Bis zum Jahr 2045 soll dadurch der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase auf „netto null“ reduziert werden.

In der vergangenen Woche ist das Gesetz nun von einer breiten Mehrheit im Parlament verabschiedet worden. Mit 254 Abgeordneten entschieden sich rund 86 Prozent für den Entwurf, der nun in den nächsten Jahren Ordnung und Stabilität in die schwedische Klimapolitik bringen soll.

Das Klimagesetz sieht vor, dass die Emissionen in Schweden bis 2045 um 85 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gesenkt werden sollen. Bis 2040 soll die Reduktion von CO2-Emissionen bereits mindestens 70 Prozent betragen. Dafür sind in dem Gesetz, das zum 1. Januar 2018 in Kraft treten soll, auch ein entsprechender Klimaschutzplan sowie ein Gremium für Klimapolitik vorgesehen.

Außerdem wurde Schwedens ältester Atomreaktor Oskarshamn 1 nach über 45 Jahren Betrieb vom Netz genommen. Aufgrund einer Störung stoppte der Reaktor am vergangenen Wochenende automatisch. Die Oskarshamns Kraftgrupp (OKG) entschied daraufhin, den alten Atommeiler in Frührente zu schicken und nicht mehr hochzufahren. In Schweden sind jedoch weitere acht AKWs nach wie vor in Betrieb.

Erst vor wenigen Tagen wurde zudem bekannt, dass Schwedens größter Pensionsfonds AP 7 (Sjunde Allmänna Pensionsfonden) seine Geldmittel aus mehreren Klimasündern abziehen wird. Dabei werden die Aktien von sechs unterschiedlichen Unternehmen veräußert, die laut Ansicht der Fondsverwalter gegen die Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens verstoßen. jk


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Kommentare

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Eitel Heck 29.06.2017, 10:50:41

Mich interessiert der Inhalt des Klimaschutzgesetzes.

Die Technologien in einzelnen Ländern sind unterschiedlich.

In diesem Portal wird von grünen Politikern, Wirtschaftswiisenschaftlern und anderen Persönlichkeiten kritisch darauf hingewiesen, dass Deutschland die Klimaziele möglichweise nicht erfüllen wird.

Die Wirtschaftwissenschaftlerin, Professor Kemfert, wies in diesem Zusammenhang auf ein weichgespültes Klimaprogramm der Bundesregierung hin.

Was sind die Gründe für ein weichgespültes Klimaprogramm?

Man kann der Bundesregierung und der neuen NRW- Landesregierung sicherlich nicht Böswilligkeit unterstellen, wenn die Kohlekraftwerke auch nach 2030 weiter betrieben werden.

Der Hauptgrund für diese Situation ist die wetterabhängige Stromproduktion, insbesondere von Windkraftanlagen.

Die Hauptvoraussetzung für den weiteren Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen über einen Anteil von 30% am Strommix hinaus, sind bezahlbare Groß- und Langzeitspeicher für überschüssigen Wind- und Sonnenstrom, die gegenwärtig noch nicht erkennbar sind, obwohl es sebstverständlich Stromspeichertechnologien gibt, wie Pumpspeicherwerke, Druckluftspeicher, Betonkugelspeicher, Batterien, darunter Redox Flow Batterien.

Wenn diese Probleme ständig bei Veröffentlichungern ausgeblendet werden, verhindert man, dass gezielt andere erneuerbare Technologien zur kontinuierlichen Stromerzeugung geprüft werden.

-Wasserstoffkraftwerke mit Brennstoffzellen auf der Grundlage einer ökonomischen Wasserstoffwirtschaft,

-nochmalige Prüfung des Projektes des Ingenieurs Carl Becker für den Bau eines Gezeiten kraftwerkes an der deutschen Nordseeküste,

-Veränderung der Außenpolitik der Europäischen Union zum Bau von Solarthermikraftwerken in der fast unbewohnte, sonnenreichen Sahara-Wüste in Nordafrika mit Bau eines Seekabels durchs Mittelmeer zur Versorgung europäischer Länder mit der kontinuierlichen Sonnenstromproduktion.


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