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Globale Kohleproduktion geht zurück, Gasnachfrage steigt

Kohleabbau geht derzeit weltweit ganz langsam zurück. (Foto. Nicole Allé)
Kohleabbau geht derzeit weltweit ganz langsam zurück. (Foto. Nicole Allé)

Während laut Internationaler Energieagentur die Kohleproduktion weltweit aktuell leicht zurückgeht steigt gleichzeitig die Nachfrage nach Erdgas. Doch auch den Ausbau Erneuerbarer Energien bringt der Rückgang der Kohleverfeuerung ein wenig voran.

15.08.2017 – Laut dem aktuellen Bericht World Energy Balances der Internationalen Energieagentur IEA ist die globale Kohleproduktion insgesamt um 458 Millionen Tonnen im Jahr 2016 zurückgegangen. Insgesamt fiel der Verbrauch demnach weltweit um zwei Prozent, vor allem in einigen OECD-Ländern. Laut Bericht liegt der Grund dafür vor allem in der rückläufigen Nachfrage zur Verfeuerung des fossilen Rohstoffs in Kohlekraftwerken. In China seien 320 Millionen Tonnen weniger Kohle aus dem Boden gehoben worden als noch im Jahr 2015 – das entspreche einem Rückgang um neun Prozent. Chinas Energiebehörde hatte erst vor kurzem mitgeteilt, dass das Land bis 2020 weitere Kohlekapazitäten abbauen wolle.

Kohle wird immer unrentabler

Der Kohleverbrauch in Indien und Vietnam nahm indessen in diesem Zeitraum sogar zu. Coal India hatte angekündigt, in den nächsten Jahren fast 100 unrentable Minen zu schließen; Kohleminen, aus denen weniger als eine Million Tonnen pro Jahr produziert werden kann, gelten laut Konzern als „unrentabel“, dazu gehören vor allem unterirdische Minen. Investiert werden soll aber weiterhin verstärkt in die noch „rentablen“ Minen.

Währenddessen hatte Sri Lanka angekündigt, mindestens bis 2037 keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen zu wollen, im Zuge des Pariser Klimaabkommens wurde noch 2030 als Grenze gesetzt. Als Grund nennt das Land, das bislang 40 Prozent seines Strombedarfs aus Kohle deckt, die hohen externen Kosten, die die Kohleverstromung mit sich bringe, also bspw. die Folgekosten für Umweltschäden. Sri Lanka setzt jedoch stattdessen auf mehr Erdgas, über ein Dutzend neue Gaskraftwerke sollen in den kommenden 20 Jahren entstehen. Doch es seien auch über 3.000 Megawatt Kapazität aus neuen Wind-, Solar-, Wasserkraft- und Biomasse-Anlagen geplant. 37 Prozent des Stroms bezieht das Land bislang aus Wasserkraftwerken.

Erdgas statt Kohle?

Trotz Rückgang, der Kohleaussteig geht viel zu langsam voran. Und es geht fossil weiter: Weltweit ist nun laut IEA-Bericht ein ansteigender Verbrauch beim Erdgas zu verzeichnen, die globalen Gas-Importe sind demnach um 4,5 Prozent gestiegen. Doch auch die Erneuerbaren Energien legen (zu) langsam aber stetig zu, in den Ländern der OECD in diesem Zeitraum um 3,8 Prozent. na


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